Filmvorführung und Gespräch mit Moor-Ökologe Michael Succow in Klein Jasedow
Film über Moorkundler Succow in Klein Jasedow

Film und Dialog mit dem renommierten Moor-Ökologen Michael Succow

Im Klanghaus am See in Klein Jasedow steht am kommenden Sonnabend, dem 14. Februar, das Leben und Werk des bedeutenden Moorkundlers Professor Michael Succow im Mittelpunkt. Gezeigt wird der eindrucksvolle Film „Wie geht Natur?!“, der den lebenslangen und weltweiten Einsatz des Greifswalder Biologen für Natur- und Kulturlandschaften nachzeichnet.

Ein Film, der berührt und zum Nachdenken anregt

Der Film porträtiert Michael Succow, der als Vater der ostdeutschen Nationalparke gilt und 1997 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Besonders hervorgehoben wird sein Engagement in der Zwischenwendezeit, als er als stellvertretender Minister für Natur-, Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR maßgeblich dazu beitrug, dass heute bedeutende Teile der einstigen DDR-Fläche als Biosphärenreservate und Naturparke unter Schutz stehen.

In Zeiten des fortschreitenden Klimawandels demonstriert dieser Film, wie Menschen nicht als Zerstörer, sondern als Bewahrer der Natur leben und wirtschaften können. Die Organisatoren betonen, dass die Bilder nicht nur informieren, sondern auch emotional berühren und zum Handeln inspirieren.

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Lebenswerk eines international anerkannten Wissenschaftlers

Michael Succow wurde 1941 im ostbrandenburgischen Lüdersdorf geboren. Sein akademischer Werdegang ist beeindruckend:

  • Studium und Promotion im Fach Biologie an der Universität Greifswald
  • Habilitation 1981 an der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR
  • Ernennung zum Professor im Jahr 1987
  • Berufung zum Universitätsprofessor an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald 1992

Als Direktor des Botanischen Instituts und des Botanischen Gartens in Greifswald baute er den Studiengang Landschaftsökologie und Naturschutz auf und initiierte eine umfangreiche moorkundliche sowie landschaftsökologisch-naturschutzorientierte Forschungstätigkeit im In- und Ausland.

Vom Preisgeld zur nachhaltigen Stiftung

Das Preisgeld des Alternativen Nobelpreises bildete den finanziellen Grundstock für die „Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur“, die seit 1999 zahlreiche Naturschutzprojekte im In- und Ausland durchführt. Diese Stiftung setzt Succows Lebenswerk fort und engagiert sich für den Erhalt bedrohter Ökosysteme weltweit.

Veranstaltungsdetails und Hintergrund

Die Veranstaltung im Klanghaus von Klein Jasedow beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis, was den inklusiven Charakter der Veranstaltung unterstreicht. Im Anschluss an die Filmvorführung haben die Besucher die einmalige Gelegenheit, mit Professor Succow persönlich ins Gespräch zu kommen und Fragen zu seinem Werk sowie zu aktuellen Naturschutzthemen zu stellen.

Für weitere Informationen stehen die Organisatoren per E-Mail zur Verfügung. Die Veranstaltung verspricht nicht nur einen informativen Abend, sondern auch eine inspirierende Begegnung mit einem der bedeutendsten Naturschützer Deutschlands.

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