Hanau plant Aufstockung der Wildpferd-Herde nach Verlusten
In Hanau sind zwei Przewalski-Pferde verstorben, was die Stadtverwaltung nun zum Handeln zwingt. Verletzungen und Erkrankungen machten in den vergangenen Wochen das Einschläfern der Tiere unumgänglich. Dadurch schrumpfte die einst größere Herde auf lediglich sechs Exemplare dieser seltenen Wildpferdart. Die Stadt Hanau hat nun konkrete Pläne, den Bestand wieder zu vergrößern und die wichtige ökologische Funktion der Tiere zu erhalten.
Unverzichtbare Helfer für das einzigartige Biotop
Die Przewalski-Pferde erfüllen auf dem ehemaligen US-Trainingsgelände „Campo Pond“ in Hanau-Großauheim eine zentrale Rolle als natürliche Landschaftspfleger. Ihr Einsatzgebiet umfasst die Erhaltung eines besonderen Biotops mit einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Durch das Abfressen junger Triebe und die Kontrolle von Unterholz verhindern die robusten Vierbeiner effektiv das Zuwuchern der Fläche. Ohne ihren Einsatz würde das ökologische Gleichgewicht des Areals gefährdet.
Die besonderen Eigenschaften der Przewalski-Pferde
Benannt nach ihrem Entdecker, dem russischen Forscher Nikolaj Przewalski, stand diese Wildpferdart einst kurz vor dem vollständigen Aussterben. Erst durch intensive Zuchtprogramme konnte die Population weltweit wieder stabilisiert werden. Mit einer Schulterhöhe von etwa 1,40 Metern erreichen die Tiere ungefähr die Größe von Ponys. Ihre Robustheit ist bemerkenswert: Sie überstehen sowohl eisige Winterkälte als auch extreme Sommerhitze problemlos.
Die Stadt Hanau betont die Bedeutung der Herde für den Artenschutz und die Landschaftspflege. Die geplante Aufstockung soll nicht nur den Verlust ausgleichen, sondern langfristig die ökologische Stabilität des Campo Pond-Geländes sichern. Experten weisen darauf hin, dass solche Projekte auch für die Umweltbildung der Bevölkerung wertvoll sind.



