Neues Javanashorn-Kalb gibt Hoffnung für stark bedrohte Art
Javanashorn-Kalb gibt Hoffnung für bedrohte Art

Neues Javanashorn-Kalb gibt Hoffnung für stark bedrohte Art

Mitten in der Nacht, tief im Dickicht des indonesischen Ujung-Kulon-Nationalparks, hat eine Kamerafalle einen besonderen Moment festgehalten: Ein Javanashorn-Weibchen wurde zusammen mit ihrem Kalb gefilmt. Diese Aufnahme ist von großer Bedeutung, denn das Javanashorn zählt zu den am stärksten bedrohten Säugetieren weltweit. Nach aktuellen Schätzungen des indonesischen Forstministeriums existieren nur noch etwa 87 bis 100 Tiere, Stand September 2025.

Kamerafalle dokumentiert seltene Sichtung

Laut offiziellen Angaben wurden Mutter und Kind in der Nacht des 29. Januar 2026 aufgenommen. Für die Behörden stellt dies einen besonderen Moment dar, da es sich um die erste dokumentierte Sichtung eines Javanashorn-Kalbs im Jahr 2026 handelt. Die staatliche Nachrichtenagentur ANTARA berichtet, dass das Jungtier weniger als fünf Monate alt ist. Javanashörner leben extrem zurückgezogen und werden meist nur über Kamerafallen, Spuren oder andere indirekte Hinweise entdeckt. Nach ersten Auswertungen handelt es sich bei dem Muttertier vermutlich um das bereits bekannte Weibchen Arum.

Lebensraum auf Java ist letzte Zuflucht

Die Art kommt heute ausschließlich im Ujung-Kulon-Nationalpark im Westen Javas vor. Jede Geburt ist daher von immenser Bedeutung für den Artenschutz. Die größten Risiken für die kleine Restpopulation sind laut Behörden und Naturschützern Wilderei, begrenzter Lebensraum und die Gefahr genetischer Verarmung. Wie zerbrechlich die Situation ist, zeigte sich erst im vergangenen Jahr, als das Javanashorn Musofa kurz nach einer Umsiedlung an einer chronischen Erkrankung starb. Dennoch hält die Regierung an der Strategie fest, Tiere innerhalb des Schutzgebiets in spezielle Schutz- und Forschungsareale umzusiedeln.

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Satyawan Pudyatmoko, Generaldirektor für Naturschutz und Ökosysteme, betonte: „Die Existenz von Mutter und Kalb, die durch die Kamerafalle aufgezeichnet wurden, zeigt, dass der Lebensraum im Ujung-Kulon-Nationalpark weiterhin gut erhalten ist.“ Ein konsequenter Schutz des Gebiets sei entscheidend dafür, dass sich Javanashörner weiter natürlich fortpflanzen können. Die Aufnahmen geben Anlass zur Hoffnung, dass trotz der kritischen Lage Fortschritte im Artenschutz möglich sind.

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