Innovative Baumpflanzung in München: Junge Eschen wachsen in historischen Baumstümpfen
Junge Eschen wachsen in historischen Baumstümpfen in München

Innovative Baumpflanzung in München: Junge Eschen wachsen in historischen Baumstümpfen

In den Maximiliananlagen in München vollzieht sich derzeit ein faszinierendes Naturschauspiel, das Tradition und Moderne vereint. Die Bayerische Schlösserverwaltung hat eine ungewöhnliche Methode der Baumpflanzung eingeführt, bei der junge, widerstandsfähige Eschen direkt in die Baumstümpfe von gefällten Bäumen gesetzt werden. Diese innovative Technik findet nahe dem historischen Maximilianeum statt und symbolisiert einen Neuanfang im Einklang mit der Natur.

Historischer Hintergrund und aktuelle Herausforderungen

Eschen prägen seit über 150 Jahren das Bild der Maximiliananlagen, die einst von Hofgärtner Carl von Effner gestaltet wurden. Leider mussten zwei dieser historischen Bäume aufgrund des Eschentriebsterbens, einer durch Pilzbefall verursachten Krankheit, gefällt werden. Um die historische Artenvielfalt schrittweise wiederherzustellen, setzt die Schlösserverwaltung auf klimaangepasste Sorten, die besser an die heutigen Umweltbedingungen angepasst sind.

Die Vorteile der Stumpfpflanzung

Die verbliebenen Baumstümpfe bieten bereits wertvollen Lebensraum für zahlreiche Insekten, Moose und Pilze. Durch die Pflanzung junger schmalblättriger Eschen (Fraxinus angustifolia) in diese Stümpfe wird dieser Lebensraum weiter genutzt und erweitert. Diese Eschenart, die bereits von Carl von Effner verwendet wurde, zeichnet sich durch besondere Robustheit aus:

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  • Sie ist stadtklimafest und verträgt Hitze sowie Frost.
  • Sie zeigt eine geringere Anfälligkeit für das Eschentriebsterben.
  • Die Stümpfe dienen als idealer Nährboden und Standort für das Wachstum.

Technische Umsetzung und ökologische Bedeutung

Zur Vorbereitung der Pflanzung frästen die Gärtnerinnen und Gärtner des Englischen Gartens zunächst Hohlräume in die Baumstümpfe, legten Drainageöffnungen an und füllten diese mit einer speziellen Komposterde-Mischung. Eine schützende Laubschicht reguliert zusätzlich die Bodenfeuchte und fördert ein gesundes Wachstum. Mit dieser Maßnahme setzt die Schlösserverwaltung ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Parkpflege und demonstriert das harmonische Zusammenspiel von Vergänglichem mit Neuem in der Natur.

Die jungen Eschen werden in diesem Frühjahr zum ersten Mal in den Maximiliananlagen blühen und so einen lebendigen Beitrag zur Stadterneuerung und Umweltbildung leisten. Diese innovative Pflanzmethode könnte zudem als Vorbild für ähnliche Projekte in anderen historischen Parks und Gärten dienen.

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