Laufkäfer als Bioindikatoren: Experten treffen sich in Dresden zur Tagung
Laufkäfer-Experten tagen in Dresden über Umweltveränderungen

Laufkäfer-Experten tagen in Dresden: Die faszinierende Welt der Bioindikatoren

Dresden wird an diesem Wochenende zum Zentrum der Laufkäferforschung. Experten aus Deutschland und Österreich kommen in der sächsischen Landeshauptstadt zusammen, um bei der Tagung der Gesellschaft für Angewandte Laufkäferkunde (Carabidologie) neueste Erkenntnisse auszutauschen. Die Veranstaltung soll eindrucksvoll zeigen, wie vielseitig und ökologisch bedeutsam diese Käferfamilie tatsächlich ist.

Laufkäfer als sensible Umweltzeiger

„Laufkäfer fungieren als optimal geeignete Bioindikatoren. Mit ihnen können Umweltveränderungen gut sichtbar gemacht werden“, betont die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt, die als Mitorganisator der Tagung auftritt. Diese besondere Eigenschaft macht die Tiere für Forscher besonders interessant. Die Experten wollen auf dem Dresdner Treffen Grundlagenforschung mit praktischen Fragen des Naturschutzes, der Biodiversität und der Landschaftsplanung verbinden.

Klimawandel und Lebensraumverlust im Fokus

Die Tagung nimmt aktuelle Herausforderungen wie Klimawandel, Änderungen in der Landnutzung, Lebensraumverlust und landwirtschaftliche Einflüsse in den Blick. In Vorträgen und Präsentationen werden verschiedene Aspekte beleuchtet:

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  • Wie reagieren Laufkäfer auf Veränderungen in Flussauen?
  • Welche Auswirkungen hat die Flächenbewirtschaftung auf die Größe von Populationen?
  • Wie können Laufkäfer-Daten für den Naturschutz genutzt werden?

Vielfältige Familie mit wichtiger ökologischer Rolle

Laufkäfer (Carabidae) gehören einer artenreichen Familie an – allein in Mitteleuropa gibt es nach Angaben der Landesstiftung gut 1.100 verschiedene Arten. Die meist räuberisch lebenden Käfer sind überwiegend nachtaktiv und besitzen lange Laufbeine zur schnellen Fortbewegung. In Gärten und in der Agrarlandschaft gelten sie als wertvolle Nützlinge, da sie sich von Wirbellosen wie Schnecken, Blattläusen, Regenwürmern und Larven anderer Insekten ernähren.

Die Dresdner Tagung unterstreicht die wachsende Bedeutung dieser Käferfamilie für die Umweltforschung. Durch ihre Sensibilität gegenüber Veränderungen in ihrem Lebensraum bieten Laufkäfer Wissenschaftlern einzigartige Einblicke in ökologische Prozesse und helfen dabei, die Auswirkungen menschlicher Eingriffe in die Natur besser zu verstehen und zu bewerten.

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