Biosphärenreservat Oberlausitz wächst um 2.300 Hektar: Naturschutzgebiet erreicht 32.000 Hektar
Oberlausitzer Biosphärenreservat wächst um 2.300 Hektar

Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft wächst: Biosphärenreservat erreicht neue Dimension

Das sächsische Umweltministerium hat eine bedeutende Erweiterung für das einzige Biosphärenreservat des Freistaats beschlossen. Die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, die bereits seit 1996 als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt ist, wächst um rund 2.300 Hektar. Diese Ausweitung wurde offiziell zum 16. Februar 2026 verkündet und markiert einen wichtigen Meilenstein für den Naturschutz in der Region.

Erweiterung umfasst sechs Gemeinden

Die neu hinzugekommenen Flächen befinden sich in den Gemeinden Hohendubrau, Königswartha, Kreba-Neudorf, Lohsa, Malschwitz und Spreetal. Alle betroffenen Gemeinderäte haben der Überarbeitung der entsprechenden Schutzgebietsverordnung zugestimmt, was den demokratischen Prozess dieser bedeutenden Naturschutzmaßnahme unterstreicht. Besonders hervorzuheben ist, dass es sich bei den zusätzlichen Gebieten um Bergbaufolgelandschaften handelt, die das charakteristische Profil des Reservats weiter stärken.

Umweltminister würdigt "großen Erfolg"

Sachsens Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) bezeichnete die Erweiterung in einer offiziellen Mitteilung als "großen Erfolg – für die Natur und für die Menschen, die hier leben, wirtschaften oder Erholung suchen". Er betonte, dass die hinzugekommenen Flächen aus der Bergbaufolgelandschaft das Alleinstellungsmerkmal des Reservats weiter ausbauen und damit die Einzigartigkeit dieser Kulturlandschaft unterstreichen.

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32.000 Hektar Schutzgebiet mit reicher Geschichte

Durch die Erweiterung erstreckt sich die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft nun über insgesamt 32.000 Hektar, was sie gleichzeitig zum größten Vogelschutzgebiet Sachsens macht. Das Gebiet zeichnet sich durch einen faszinierenden Wechsel aus:

  • Breiten Auen und Niederungen der Flüsse
  • Trockenen Dünenformationen
  • Weitläufigen Kiefernwäldern

Die historische Bedeutung der Region zeigt sich bereits im Mittelalter, als dort die charakteristischen Karpfenteiche angelegt wurden. Im Norden gehören Teile der ehemaligen Braunkohletagebaue mit dem Speicher Lohsa II und den Abraumkippen bei Bärwalde zum Schutzgebiet.

Dreigliedrige Schutzzonen-Struktur

Das UNESCO-Biosphärenreservat ist seit seiner Anerkennung 1996 in drei klar definierte Schutzzonen unterteilt:

  1. Kernzone (rund 1.800 Hektar): Hier steht der Naturschutz absolut im Vordergrund
  2. Pflegezone (rund 13.900 Hektar): Fokus auf naturschutzfachlicher Betreuung und Entwicklung
  3. Entwicklungszone (rund 16.700 Hektar): Dient der Gestaltung landschaftstypischer Dörfer, der Agrarlandschaft und der Regeneration von Flächen

Diese Zonierung ermöglicht einen ausgewogenen Ansatz, der sowohl den strengen Naturschutz in sensiblen Bereichen gewährleistet als auch Raum für nachhaltige Regionalentwicklung bietet. Die Erweiterung stärkt damit nicht nur die ökologische Bedeutung des Gebiets, sondern trägt auch zur nachhaltigen Entwicklung der gesamten Oberlausitz bei.

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