Schafe als nachhaltige Rasenmäher im Schlosspark Sanssouci
Im historischen Schlosspark Sanssouci in Potsdam sind auch in diesem Frühjahr wieder tierische Landschaftspfleger im Einsatz. Ab dem 1. April beweiden die ersten 35 Schafe die Wiesenflächen am Rossbrunnen hinter dem berühmten Schloss. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) setzt damit konsequent auf eine ökologische Alternative zu herkömmlichen Mähmethoden.
Ökologische Vorteile der tierischen Rasenpflege
Seit dem Jahr 2018 lässt die SPSG ihre Parkwiesen in Sanssouci und im Schlossgarten Charlottenburg von Schafen beweiden. Diese natürliche Methode bietet entscheidende Vorteile gegenüber schweren Maschinen, die bis 2018 für die Flächenmahd eingesetzt wurden. Die Tiere verbrauchen keinen Dieselkraftstoff und verdichten den empfindlichen historischen Boden nicht unnötig. Bis November sollen die Schafe insgesamt 35 Hektar Grasfläche im Park abgrasen – eine beeindruckende Leistung der tierischen Landschaftspfleger.
Besondere Rasse: Die robusten Guteschafe
Bei den eingesetzten Tieren handelt es sich um eine besondere schwedische Rasse: die Guteschafe. Sowohl männliche als auch weibliche Tiere dieser Rasse tragen charakteristische schneckenförmige Hörner. Die SPSG betont, dass diese Schafe besonders robust und genügsam sind, weshalb sie regelmäßig in Naturschutzgebieten zum Einsatz kommen. Eine erfahrene Schäferin kontrolliert täglich den Gesundheitszustand der Tiere im Park Sanssouci und versorgt sie mit frischem Wasser.
Unterstützung durch Tierpatenschaften
Um die Beweidung der historischen Parkanlagen zu unterstützen, bietet die Stiftung Tierpatenschaften an. Für eine Spende von 200 Euro können Interessierte eine Patenschaft für eines der tierischen Rasenmäher übernehmen. Diese Initiative ermöglicht es der SPSG, das ökologische Pflegekonzept langfristig zu erhalten und auszubauen.
Verhaltensregeln für Parkbesucher
Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten weist Besucherinnen und Besucher nachdrücklich darauf hin:
- Die Schafe sollten nicht gefüttert werden
- Die beweideten Wiesenflächen dürfen nicht betreten werden
Diese Maßnahmen dienen dem Schutz der Tiere und der Erhaltung der historischen Grünflächen. Die tierischen Landschaftspfleger arbeiten somit nicht nur ökologisch nachhaltig, sondern tragen auch zur Bewahrung des kulturellen Erbes bei.



