Subbotnik in Röbel: Freiwillige sammeln fünf Kubikmeter Müll trotz geringer Beteiligung
Subbotnik in Röbel: Freiwillige sammeln fünf Kubikmeter Müll

Subbotnik in Röbel: Freiwillige sammeln fünf Kubikmeter Müll trotz geringer Beteiligung

Am Samstag hieß es in Röbel an der Müritz: Ärmel hochkrempeln für den Umweltschutz. Beim von der CDU organisierten Subbotnik machten sich etwa 20 Freiwillige, darunter einige Kinder, auf den Weg, um die Stadt von Unrat zu befreien. Die Beteiligung fiel jedoch geringer aus als von den Organisatoren erhofft.

Selbstgebauter Greifer im Einsatz

Manfred Ullrich kam mit einem besonderen Werkzeug zum Einsatz: einem selbstgebauten Müllgreifer. „Im Baumarkt kosten die Greifer gut zehn Euro!“, erklärte er seine praktische Konstruktion, die sich während der Sammelaktion bewährte. Ausgerüstet mit großen Plastiksäcken gingen die Helferinnen und Helfer gegen Kippen, Papier, Flaschen und anderen Abfall vor.

Fünf Trupps an bekannten Müll-Hotspots

Dierk Kroeger, der die Aktion des CDU-Gemeindeverbandes Röbel/Müritz begrüßte, teilte die Freiwilligen in fünf Gruppen ein. Die Trupps steuerten verschiedene Schwerpunkte an, darunter die Müritzpromenade, Marienfelde und den Weg Richtung Sandbergtannen. „Leider gibt es in der kleinen Müritzstadt Müll nicht nur an einer Stelle“, bedauerte Kroeger. Sogar Waschmaschinen seien dort schon gefunden worden.

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Während der Sammelaktion entdeckte Dierk Kroeger im Dickicht am Schwarzen Weg ein ausrangiertes Fahrrad-Tretlager. Die Kinder waren eifrig dabei, mit Greifzangen die Müllsäcke zu füllen. Der gesammelte Unrat wird laut Kroeger über die Stadt entsorgt.

Weniger Teilnehmer als erhofft

„Dieses Mal sind auffällig weniger Leute dabei und vor allem weniger Familien mit Kindern. Das ist schade“, stellte Dierk Kroeger fest. Dennoch füllten sich die Säcke der Anwesenden rasch. Da ein einmaliges Sammeln in Röbel nicht ausreiche, fänden übers Jahr auch Aktionen des Angler- und des Ponyvereins statt, um das Ackerbürgerstädtchen sauber zu präsentieren.

Probleme mit Hundekot und überquellenden Containern

Neben klassischem Müll fielen den Sammlern immer wieder Hundehaufen auf, obwohl Stationen mit Hundekotbeuteln vorhanden sind. „Das ist leider auch immer wieder ein Problem“, so Kroeger. Besonders an der Treppe zur Schule fanden sich zahlreiche Hinterlassenschaften wie Schokoladenpapier, Kosmetiktuben, Flaschenscherben und Kaugummi.

Ein weiterer Ärgernis ist die Situation an den Containern für Pappe und Flaschen in Marienfelde. Oft würden Kartons ungefaltet eingeworfen oder Abfall neben überquellende Container gestellt, statt ihn zum Wertstoffhof zu bringen oder in Papiertonnen zu entsorgen.

Wunsch nach mehr Papierkörben

Obwohl Röbel viele Papierkörbe hat, liegt häufig Müll daneben. „Es kann doch nicht so schwer sein, seinen Müll selbst zu entsorgen“, wunderte sich Kroeger. In Bürgersprechstunden sei der Wunsch nach zusätzlichen Papierkörben, etwa in der Seebadstraße, geäußert worden.

Die Idee, aus Verzweiflung Kameras aufzustellen, verwarf man, da es sich um öffentlichen Raum handelt und der Landkreis für die Entsorgung zuständig ist. Stattdessen wurden immer wieder Extra-Abfahrten organisiert.

Fünf Kubikmeter gesammelter Müll

Bis zum Mittag sammelten die Freiwilligen entlang des ehemaligen Gummiwegs, Richtung Weiße Brücke und Elefanten-Spielplatz. Am Ende kamen laut Kroeger rund fünf Kubikmeter Müll zusammen, darunter:

  • Ein Teppich
  • Motorteile
  • Fahrradteile
  • Eine Couch
  • Volle Müllsäcke
  • Viele Schnapsflaschen
  • Plastikmüll

Manfred Ullrich bereute es nicht, sich seinen Müllgreifer gebastelt zu haben, hofft aber, dass es bald nicht mehr nötig sein wird, in Röbel eine Greifzange gegen den Müll kaufen zu müssen.

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