Wiedehopf kehrt zurück: Nabu berichtet über erfolgreiche Wiederansiedlung im Marienfließ
Wiedehopf kehrt zurück: Nabu berichtet über Erfolg im Marienfließ

Wiedehopf kehrt zurück: Nabu berichtet über erfolgreiche Wiederansiedlung im Marienfließ

Über viele Jahre war der charakteristische Wiedehopf mit seiner markanten Federhaube aus der Region um Plau am See verschwunden. Nun meldet der Naturschutzbund (Nabu) eine erfreuliche Entwicklung: Der Vogel ist zurück, und seine Population erholt sich stetig. In einem gut besuchten Vortrag im Burgmuseum von Plau informierte die örtliche Nabu-Gruppe über diese positive Entwicklung und die dahinterstehenden Schutzbemühungen.

Von militärischem Sperrgebiet zum Vogelparadies

Das Marienfließ, einst während der DDR-Zeit ein militärisches Sperrgebiet, wo Panzerübungen die Landschaft prägten, hat sich zu einem Rückzugsort für den Wiedehopf gewandelt. Ironischerweise schufen die Panzer durch ihr Walzen eine Heidefläche, die dem Vogel ursprünglich ideale Lebensbedingungen bot. Doch Ende der 1970er Jahre verschwand der Wiedehopf, vermutlich aufgrund der Lärmbelastung durch Militärfahrzeuge. Heute, Jahrzehnte später, kehrt er zurück – ein Zeichen für die Regenerationsfähigkeit der Natur.

Vortrag in voll besetztem Saal zeigt Erfolge

Der Vortrag der Nabu-Ortsgruppe Plau am vergangenen Sonnabend fand im vollbesetzten Saal des Burgmuseums statt und verdeutlichte die Fortschritte. Die Population des amselgroßen Vogels wächst von Jahr zu Jahr, berichteten die Naturschützer. Dies ist nicht zuletzt auf gezielte Schutzmaßnahmen zurückzuführen, die optimale Bedingungen für den Wiedehopf schaffen.

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Zu diesen Maßnahmen gehören:

  • Das Aufhängen künstlicher Nisthöhlen, da der Höhlenbrüter in der Natur oft nicht genügend geschützte Brutplätze findet.
  • Die Sicherstellung ausreichender Nahrungsquellen in der Nähe der Gelege, da das Männchen allein für die Nahrungsbeschaffung verantwortlich ist, während das Weibchen brütet und die Küken wärmt.

Beringung gibt Einblick in das Leben der Wiedehopfe

Die Naturfreunde aus Plau und Umgebung beringen die Vögel, um wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Durch die Beringung wurde festgestellt, dass viele Weibchen im Laufe der Zeit das Nest wechseln und mit neuen Partnern weitere Bruten produzieren. Der Vater übernimmt dann oft die Rolle des „Alleinerziehenden“, der den Jungvögeln das Überleben beibringt.

Zudem hilft die Beringung, die Zugwege der Vögel zu verfolgen. Der Wiedehopf gehört zu den standorttreuen Zugvögeln, die jedes Jahr aus Afrika zurück ins Marienfließ kehren. Vögel aus anderen Brutgebieten sind hier nur vereinzelt anzutreffen, was die lokale Bindung unterstreicht.

Engagement für den Naturschutz

Für Interessierte bietet die Nabu-Ortsgruppe Plau Möglichkeiten, sich einzubringen – sei es durch Exkursionen, Arbeitseinsätze oder Tierzählungen. Eine Mitgliedschaft ist dafür nicht erforderlich, betonen die Aktiven. Informationen sind über die Website www.nabu-plau.de oder telefonisch bei Monty Erselius unter 0173 9119790 erhältlich.

Die Rückkehr des Wiedehopfs ins Marienfließ ist ein ermutigendes Beispiel dafür, wie gezielter Naturschutz und beharrliche Arbeit langfristig Erfolge bringen können. Die Nabu-Gruppe Plau setzt sich weiterhin dafür ein, dass dieser Erfolg von Dauer ist.

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