Raubtier-Alarm im Karneval: Wolf stoppt Leverkusener Zug
Was zunächst wie ein jecker Scherz klang, entpuppte sich als ungewöhnliche Realität: Ein mutmaßlicher Wolf hat am Freitag einen Karnevalszug in Leverkusen zum vorübergehenden Stillstand gebracht. Gegen Mittag gingen bei der Polizei erste Hinweise von besorgten Bürgern ein, die ein wolfsähnliches Tier im Stadtgebiet gesichtet hatten.
Polizei sucht und findet das Tier
Die Informationen erreichten auch den Leiter des Karnevalsumzugs, der umgehend reagierte und den Zug im Stadtteil Schlebusch unterbrach. Polizeibeamte, die eigentlich für die Absicherung der Veranstaltung zuständig waren, machten sich daraufhin auf die Suche nach dem Raubtier. „Er war nicht sehr menschenscheu, wir haben ihn gesucht und gefunden“, erklärte ein Polizeisprecher im Nachhinein. Das Tier sei weitergezogen und etwa eine Stunde nach der ersten Sichtung letztmalig beobachtet worden.
Der Karnevalszug konnte nach nur kurzer Unterbrechung seine Route fortsetzen. In sozialen Medien kursieren inzwischen verschiedene Videoaufnahmen, die das ungewöhnliche Zusammentreffen dokumentieren. Die Polizei geht nach eigenen Angaben davon aus, dass es sich tatsächlich um einen Wolf handelte.
Experten geben Entwarnung
Um angemessen zu reagieren, erkundigte sich die Polizei bei Fachleuten nach dem richtigen Vorgehen und kontaktierte sowohl den zuständigen Jäger als auch das Veterinäramt. „Es wurde uns gesagt, von dem Wolf gehe keinerlei Gefahr aus“, betonte der Polizeisprecher. Wölfe seien für Menschen grundsätzlich ungefährlich, es sei denn, sie seien krank oder verletzt – was in diesem Fall nicht zutraf.
Bereits zuvor hatten der Westdeutsche Rundfunk (WDR) und die „Rheinische Post“ über das kurioses Aufeinandertreffen von Karnevalisten und Wildtier berichtet. Laut Zeitungsinformationen gab es in den vergangenen Tagen weitere Wolfsichtungen im dicht besiedelten Rheinland, unter anderem in:
- Monheim
- Hilden
- Düsseldorfer Süden
Es könnte sich dabei möglicherweise um dasselbe Tier gehandelt haben, das nun auch in Leverkusen gesichtet wurde. Die ungewöhnliche Begegnung sorgte für Aufregung, blieb aber letztlich ohne gefährliche Folgen für die Jecken und Jeckinnen.



