Güstrower Südstadt: Anwohner klagen über Müll, Hundekot und Scherben auf Spielplätzen
Güstrow: Anwohner verärgert über verschmutzte Spielplätze

Güstrower Südstadt: Anwohner klagen über Müll, Hundekot und Scherben auf Spielplätzen

In der schönen Barlachstadt Güstrow gibt es erneut Unmut über verwahrloste öffentliche Flächen. Besonders betroffen ist die Südstadt, wo Anwohner wie Anna Filenko massive Verschmutzungen beklagen. Die Situation sei nicht nur unansehnlich, sondern stelle vor allem für Kinder eine ernste Gefahr dar.

Spielplätze als gefährliche Schmutzecken

Anna Filenko, eine verärgerte Bewohnerin der Südstadt, weist auf extreme Verunreinigungen in der Clara-Zetkin-Straße, im Fahlweg, rund um die Schule sowie in angrenzenden Wohngebieten hin. „Hundekot liegt auf Gehwegen, Grünflächen und nahezu allen Spielplätzen. Selbst dort, wo das Mitführen von Hunden ausdrücklich verboten ist, werden diese Regeln von vielen Hundebesitzern ignoriert“, sagt sie entschieden.

Die Spielplätze seien nicht nur mit Hundekot verunreinigt, sondern auch mit Zigarettenkippen, zerbrochenen Flaschen und anderem Müll übersät. „Kinder können dort nicht unbeschwert spielen, ohne ständig der Gefahr ausgesetzt zu sein, in Hundekot zu treten oder sich an Glasscherben zu verletzen“, betont Filenko. Diese ständige Bedrohung belaste die Familien erheblich und schränke die Spielmöglichkeiten der Kinder ein.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Unzureichende Reinigungsmaßnahmen der Stadt

Die Anwohnerin kritisiert, dass die Maßnahmen der städtischen Reinigung keinerlei nachhaltige Wirkung zeigen. „Große Mengen Müll bleiben weiterhin liegen, sodass Anwohner gezwungen sind, sich durch verschmutzte Wohngebiete, Höfe und Grünanlagen zu bewegen“, erklärt sie. Ihre Familie habe bereits mehrfach selbst Müll und Hundekot in der Umgebung entfernt, doch dies sei keine dauerhafte Lösung.

„Die Verantwortung für Sauberkeit, Sicherheit und die Durchsetzung bestehender Regeln liegt bei den zuständigen Stellen“, meint Filenko. Sie bedauert, dass die schöne Natur ringsum durch solche Verantwortungslosigkeit zunehmend zerstört werde. Die Situation am Platz der Freundschaft, wo Kleidercontainer nicht ausreichen und liegengebliebene Gegenstände zu weiterer Ablagerung führen, symbolisiere das Problem besonders deutlich.

Stadt verweist auf komplexe Zuständigkeiten

Die Stadt Güstrow weist auf die unterschiedlichen Zuständigkeiten für die Reinigung öffentlicher Flächen hin. Stadtsprecherin Karin Bartock erklärt: „Meist sind die Grundstückseigentümer zuständig. Bei städtischen Flächen übernimmt dies der Baubetriebshof Güstrow. Weitere Eigentümer sind unter anderem die Wohnungsgesellschaften, die ihrerseits die Pflichten ebenfalls auf Dritte wie Mieter oder Dienstleister übertragen können“.

Bei den regelmäßigen Touren des Baubetriebshofes zur Leerung der Papierkörbe werden gleich auch die Spielplätze mit inspiziert. Größere Verunreinigungen können jedoch nur in Sondereinsätzen beseitigt werden. Die Stadtsprecherin betont, dass es wünschenswert wäre, wenn alle Güstrower Verantwortung für die Sauberkeit ihrer Stadt übernehmen würden. „Zum einen gar nicht erst Müll liegen lassen, zum anderen auch selbst Hand mit anlegen - wie die Familie von Anna Filenko“, so Bartock.

Dennoch bleibt die Frage, ob diese Appelle ausreichen, um die akuten Probleme in der Südstadt zu lösen. Die Anwohner fordern konkrete und wirksame Maßnahmen, um die Spielplätze und öffentlichen Flächen dauerhaft sauber und sicher zu halten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration