Tierschützer mobilisieren für Demo auf Poel: Letzter Rettungsversuch für gestrandeten Buckelwal
Demo auf Poel: Letzte Chance für gestrandeten Buckelwal?

Letzte Hoffnung für gestrandeten Buckelwal: Tierschützer mobilisieren zu Großdemo auf Poel

Seit Tagen liegt der Buckelwal in unveränderter Position in der Kirchsee-Bucht vor der Insel Poel. Die offiziellen Rettungsversuche wurden am Mittwoch eingestellt, doch einige Tierschützer wollen sich nicht damit abfinden, dass es für das Tier wahrscheinlich keine Rettung mehr gibt. Sie planen für Donnerstag eine große Demonstration, bei der Hunderte Teilnehmer erwartet werden.

Offizielle Rettungsversuche eingestellt – Umweltminister plädiert für Ruhe

Der wissenschaftliche Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkard Baschek, hatte bereits klare Worte gefunden: „Wir gehen fest davon aus, dass das Tier dort verstirbt.“ Auch Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) betonte, das Tier solle an seinem jetzigen Liegeplatz in Ruhe gelassen werden. „Wir haben alles unternommen, um ihm seine Chance zu geben. Das ist eine einzigartige Tragödie. Die hat er sich aber so ausgesucht.“

Doch nicht jeder möchte sich mit dieser Entscheidung abfinden. Der Landkreis Nordwestmecklenburg bestätigte die Anmeldung einer großen Demo für Donnerstag.

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Privat-Initiative „Save the Ocean“ organisiert Protestaktion

Verantwortlich für diese Aktion ist die Privat-Initiative „Save the Ocean“, die sich seit ihrer Gründung 2016 weltweit gegen das Leid von Meerestieren einsetzt. Auf ihrer Facebook-Seite haben die Aktivisten ein Plakat mit dem Aufruf veröffentlicht: „Die letzte Chance, den Buckelwal Hope zu retten.“ Interessant ist, dass der Wal in einigen Medien auch auf den Namen Timmy getauft wurde – in Anlehnung an den Timmendorfer Strand, wo der Meeressäuger erstmals gestrandet war.

Die Initiative fordert auf Facebook zudem: „Wir brauchen Robert Marc Lehmann und sein Team jetzt beim Wal!“ Der an der Rettung des Wals beteiligte Biologe Robert Marc Lehmann hatte den Verantwortlichen vorgeworfen, ihn von weiteren Aktionen ausgeschlossen zu haben. Umweltminister Backhaus wies diese Anschuldigungen jedoch zurück.

Demo-Details und kontroverse Diskussionen

Die Demonstration soll von 11 bis 16 Uhr auf der Insel Poel stattfinden und wurde für bis zu 500 Teilnehmer angemeldet. „Sei du bitte dabei – gemeinsam geben wir Hope eine Stimme und eine Chance“, appelliert „Save the Ocean“ an die Öffentlichkeit. In den sozialen Medien entbrennt unterdessen eine hitzige Debatte über Sinn oder Unsinn der geplanten Aktion. Während einige User die Demo als notwendigen letzten Rettungsversuch unterstützen, bezweifeln andere deren Effektivität angesichts der eingestellten offiziellen Bemühungen.

Die Situation bleibt angespannt: Während die Behörden die Rettungsversuche offiziell für beendet erklärt haben, mobilisieren engagierte Tierschützer zu einer letzten großen Protestaktion. Ob diese Demo tatsächlich eine Wende für den gestrandeten Buckelwal bringen kann, bleibt ungewiss. Fest steht jedoch, dass das Schicksal des Wals die Gemüter in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus erhitzt.

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