Schwere Sachbeschädigung im Karlsruher Tierpark
In der Nacht zum Samstag haben unbekannte Täter den Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe heimgesucht und mehrere Tieranlagen mutwillig verwüstet. Die Randalierer warfen zahlreiche Gegenstände in die Wasserbecken von Pinguinen, Seelöwen, Seehunden und Eisbären, darunter abgerissene Schilder, Einwegbesteck, Plastikflaschen und diverse Kunststoffteile.
Gefahr für die Tiere
Der Zoo Karlsruhe warnte umgehend vor den erheblichen Risiken für die betroffenen Tiere. "Das stellt eine akute Bedrohung für unsere Tiere dar", erklärte Zoosprecher Timo Deible. "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es glücklicherweise keine Anzeichen dafür, dass Tiere Plastikteile verschluckt haben oder Verletzungen erlitten haben. Eine absolute Sicherheit können wir jedoch nicht gewährleisten."
Die Tierpfleger beobachten nun das Verhalten ihrer Schützlinge besonders aufmerksam, um mögliche gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Besonders betroffen waren die Gehege mit Wasserbecken, deren Reinigung sich als äußerst aufwendig erwies.
Aufwendige Reinigungsarbeiten
Seit dem frühen Samstagmorgen waren die Zoo-Mitarbeiter mit der Beseitigung der Schäden beschäftigt. "Die Aufräumarbeiten gestalteten sich besonders mühsam, weil wir teilweise komplette Wasserbecken ablassen mussten", berichtete Deible weiter. Auch das Affenhaus blieb nicht verschont – dort hatten die Täter zusätzlich Scheiben beschmiert.
Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf einen fünfstelligen Betrag. Neben den Reinigungskosten müssen möglicherweise auch technische Anlagen überprüft und instand gesetzt werden.
Polizeiliche Ermittlungen
Die Karlsruher Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen, die in der Nacht zum Samstag verdächtige Aktivitäten im Bereich des Zoologischen Stadtgartens beobachtet haben könnten. Die Beamten gehen von einer gezielten Tat aus und prüfen alle möglichen Motive.
Der Zoo Karlsruhe bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung des Falls. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, sollte sich umgehend bei der Polizeidirektion Karlsruhe melden.



