Nashornkuh Malia verlässt Magdeburg für neue Heimat in Tschechien
Im Magdeburger Zoo laufen derzeit die intensiven Vorbereitungen für einen besonderen Tierumzug. Die zweieinhalb Jahre alte Spitzmaulnashornkuh Malia, die derzeit das jüngste Tier ihrer Art im Zoo der Landeshauptstadt ist, wird Anfang März in den tschechischen Zoo Dvur Králóve übersiedeln. Dort soll sie künftig für wertvollen Nachwuchs sorgen und so zum Erhalt ihrer stark gefährdeten Art beitragen.
Besondere Herausforderungen beim sensiblen Transport
Der Umzug von Malia stellt das Zoo-Team vor spezielle Herausforderungen, da Spitzmaulnashörner als besonders stressempfindliche Tiere gelten, die auf kleinste Veränderungen in ihrer Umgebung reagieren. Die Nashornkuh, die nicht gut sieht, dafür aber ausgezeichnet hört und Vibrationen wahrnimmt, benötigt daher eine besonders behutsame Vorbereitung.
Vor ihrer Box steht bereits ein Spezialcontainer bereit, an den sich Malia derzeit gewöhnen soll. Das Tier nimmt den Container gut an, wie der Zoo mitteilte. Für den Transport braucht es laut den Experten viel Fingerspitzengefühl, um das sensible Nashorn nicht unnötig zu belasten.
Artenschutz im Fokus
Spitzmaulnashörner sind in ihrer natürlichen Umgebung stark gefährdet, was die Bedeutung von Erhaltungszuchtprogrammen in Zoologischen Gärten unterstreicht. Der Umzug von Malia nach Tschechien ist Teil dieser international koordinierten Artenschutzbemühungen.
Der Magdeburger Zoo bereitet alles für den reibungslosen Ablauf vor, während im tschechischen Dvur Králóve bereits die neue Heimat für die junge Nashornkuh wartet. Mit ihrem Umzug trägt Malia nicht nur zur genetischen Vielfalt ihrer Art bei, sondern steht auch symbolisch für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Tier- und Artenschutz.



