Erneuter Ausbruch der Newcastle-Krankheit in Brandenburg
Im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg ist es zu einem neuen Fall der Newcastle-Krankheit gekommen. Betroffen ist ein Hähnchenmastbetrieb in der Gemeinde Oderaue, in dem rund 126.000 Tiere gehalten werden. Diese müssen nun getötet werden, wie eine Sprecherin der Kreisverwaltung mitteilte.
Bestätigung durch das Friedrich-Loeffler-Institut
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) als nationales Referenzlabor hat den Nachweis des Virus am Sonntag bestätigt. Damit handelt es sich im Landkreis Märkisch-Oderland bereits um den zweiten Fall dieser Tierseuche. Die Newcastle-Krankheit war im Februar erstmals seit 30 Jahren wieder in Brandenburg ausgebrochen und konnte bislang nicht gestoppt werden.
Weitere betroffene Regionen in Brandenburg
Neben Märkisch-Oderland sind vor allem andere Landkreise in Brandenburg stark betroffen:
- Im Landkreis Dahme-Spreewald mussten bis Anfang April bereits 1,6 Millionen Tiere gekeult werden.
- Auch im Oder-Spree-Kreis gab es mehrere Ausbrüche der Newcastle-Krankheit.
Übertragung und Verbreitung des Virus
Das Virus wird laut FLI auf verschiedene Weise übertragen:
- Über die Luft
- Durch kontaminierte Materialien
- Über Anhaftungen an Schuhwerk, Kleidung oder Maschinen
Die in Brandenburg nachgewiesenen Viren gehören zu einem Genotyp, der insbesondere in osteuropäischen Ländern wie Polen und Tschechien zirkuliert, wo die Newcastle-Krankheit ebenfalls vermehrt auftritt. Trotz der in Deutschland geltenden Impfpflicht konnte die Ausbreitung der Tierseuche nicht verhindert werden.
Auswirkungen und Maßnahmen
Die Behörden ergreifen umfangreiche Maßnahmen, um die weitere Verbreitung der Newcastle-Krankheit einzudämmen. Die betroffenen Betriebe werden unter Quarantäne gestellt, und es werden strenge Hygienevorschriften umgesetzt. Die Situation bleibt angespannt, da die Tierseuche weiterhin eine erhebliche Bedrohung für die Geflügelbestände in Brandenburg darstellt.



