Zoo Rostock feiert süßen Pinguin-Nachwuchs im Polarium
Im Rostocker Zoo herrscht große Freude: Bei den Humboldt-Pinguinen im Polarium sind drei flauschige Küken geschlüpft. Die winzigen Neuzugänge kuscheln sich noch ganz dicht an ihre Eltern und sind in den Bruthöhlen gut geschützt. „Noch sind die Kleinen winzig, sehr müde und kuscheln sich fest in den Schutz ihrer Eltern“, teilt der Zoo in den Sozialen Medien mit. Es brauche daher noch etwas Geduld, bis die Küken erstmals aus dem Bau schauen. Für ungeduldige Besucher hat der Zoo ein exklusives Video aus einem der Nester veröffentlicht.
Brut und Aufzucht der Humboldt-Pinguine
Humboldt-Pinguine legen in der Regel ein bis drei Eier, die etwa 39 Tage lang bebrütet werden. Jonas Homburg, Vogelkurator im Rostocker Zoo, erklärt: „Erst nach etwa einem Monat kommen die Küken das erste Mal vor die Höhle. Nach etwa zwei Monaten gehen sie dann auch ins Wasser und mit circa 70 Tagen werden sie flügge.“ Die Brut erfolgt in speziellen Bruthöhlen, von denen die Anlage im Polarium insgesamt 15 Stück umfasst. Derzeit sind elf Höhlen belegt, da elf Pinguin-Paare in der Gruppe leben.
Europäisches Erhaltungszuchtprogramm für gefährdete Art
Die Nachzucht der Humboldt-Pinguine erfolgt im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), da diese Art als gefährdet eingestuft ist. Die nachgezüchteten Tiere werden später an andere Zoos vermittelt, um den Bestand zu sichern. Humboldt-Pinguine leben natürlicherweise in großen Brutkolonien entlang der Pazifikküste Südamerikas, wo sie dem kalten Humboldtstrom mit Wassertemperaturen um zwölf Grad Celsius angepasst sind.
Merkmale und Lebensweise der Humboldt-Pinguine
Humboldt-Pinguine gehören zur Gattung der Brillenpinguine und zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:
- Ausgewachsene Tiere werden 50 bis 70 Zentimeter groß und wiegen durchschnittlich vier Kilogramm.
- Charakteristisch sind ein schwarzes Brustband, eine dunkle Kopfzeichnung und individuelle Flecken auf dem weißen Bauch.
- Sie sind exzellente Schwimmer, erreichen Geschwindigkeiten bis zu 40 Kilometern pro Stunde und tauchen bis zu 20 Meter tief.
- Zum Schutz vor Unterkühlung besitzen sie Daunen, eine Fettschicht und Luft zwischen den Federn.
- Einmal jährlich mausern sie, gehen in dieser Zeit nicht ins Wasser und leben von ihren Reserven.
Die Anlage im Rostocker Zoo umfasst rund 850 Quadratmeter mit einem großen Wasserbecken, das den natürlichen Lebensraum der Vögel nachahmt. Dieser Nachwuchs läutet nicht nur den Frühling ein, sondern trägt auch aktiv zum Artenschutz bei.



