Gestrandeter Buckelwal vor Poel: Sperrzone wird strikt eingehalten und bewacht
Rund um den festsitzenden Buckelwal vor der Küste von Wismar herrscht weiterhin Ruhe. Die eingerichtete 500-Meter-Sperrzone wird laut offiziellen Angaben von den Behörden konsequent eingehalten und streng überwacht. Die Wasserschutzpolizei bewacht die Bucht kontinuierlich, um Störungen des geschwächten Meeressäugers zu verhindern.
Strikte Kontrollen und Ruhe für den Wal
Die Sperrzone wurde speziell eingerichtet, um dem großen Tier die nötige Ruhe zu gewähren. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) betonte, dass die Zone streng kontrolliert wird. Selbst Drohnenflüge sind in dem Bereich untersagt. Verstöße gegen diese Auflagen werden als Ordnungswidrigkeit geahndet, was die Ernsthaftigkeit der Maßnahmen unterstreicht.
Über Nacht blieb der Wal ungestört, wie sowohl die Wasserschutzpolizei als auch das Schweriner Umweltministerium bestätigten. Der Wal lebt noch und atmet aktuell in einem Abstand von etwa fünf Minuten, erklärte ein Sprecher des Ministeriums. Diese Information gibt zwar Hoffnung, doch die Situation bleibt kritisch.
Rettungsversuche eingestellt – Wal wird wohl sterben
Am Mittwoch wurden alle Rettungsversuche offiziell eingestellt. Fachleute und Meeresschützer vor Ort gehen davon aus, dass der Buckelwal in der Bucht sterben wird. Es handelt sich bereits um die vierte Strandung dieses Wals, seit er Anfang März wiederholt an der Ostseeküste gesichtet wurde. Die wiederholten Vorfälle deuten auf eine anhaltende Schwächung oder gesundheitliche Probleme des Tieres hin.
Die Insel Poel, vor deren Küste der Wal auf einer Sandbank liegt, bleibt ein besonderer Schauplatz dieses traurigen Naturschauspiels. Die Behörden appellieren weiterhin an die Öffentlichkeit, die Sperrzone zu respektieren, um dem Wal in seinen letzten Stunden oder Tagen zumindest Frieden zu gewähren.



