Tierfreundliche Rasenpflege: Weniger Schnitt, kein Roboter
Tierfreundliche Rasenpflege: Weniger Schnitt

Ein perfekt getrimmter Rasen sieht zwar ordentlich aus, ist aber für viele Tiere eine ökologische Wüste. Die Tierschutzstiftung Vier Pfoten rät daher zu einer tierfreundlichen Rasenpflege: Nicht zu kurz, nicht zu oft – und möglichst ohne Mähroboter. Denn gerade die automatischen Geräte können für Igel, Amphibien, Reptilien und kleinere Haustiere zur tödlichen Gefahr werden.

Warum Mähroboter gefährlich sind

Igel sind besonders betroffen, da sie sich bei Gefahr zusammenrollen und von Mährobotern oft nicht erkannt werden. Auch Amphibien und Reptilien haben kaum eine Chance zu entkommen. Wer dennoch nicht auf den Mähroboter verzichten möchte, sollte ihn nur tagsüber und unter Aufsicht einsetzen. Haustiere bleiben während des Mähens am besten drinnen. Vor dem Mähen ist es wichtig, den Rasen sorgfältig abzusuchen – besonders bei feuchtem Wetter und in der Dämmerung.

Weniger mähen, mehr Leben

Wildtierexpertin Eva Lindenschmidt empfiehlt, den Rasen nicht dauerhaft kurzzuhalten. Ein ständig kurz gehaltener Rasen sei für viele Tiere eine ökologische Wüste. Mähpausen sind daher sinnvoll. Der Nabu Hessen rät, die Rasenfläche abschnittsweise im Abstand von zwei bis drei Wochen zu mähen, sodass Blütenpflanzen nicht alle gleichzeitig verschwinden. Zudem sollte eine möglichst hohe Schnitthöhe gewählt werden.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Blühinseln schaffen

Wer den Rasen für einen bestimmten Zweck benötigt – etwa für eine Feier oder zum Fußballspielen – kann kleine Bereiche einfach stehen lassen. Selbst Blühinseln oder Blühstreifen helfen, die Artenvielfalt zu fördern.

Drei Gründe für eine Mähpause im Mai

  • Futter für Insekten: Wer im Mai mäht, eliminiert blühende Wildblumen wie Gänseblümchen, Löwenzahn und Klee – und damit wichtige Nahrungsquellen für Insekten.
  • Mehr Artenvielfalt: Wo mehr wächst, können sich auch mehr Tiere verstecken. Kurzer Rasen nimmt Insekten, Amphibien und Kleinsäugern wichtige Rückzugsorte.
  • Gut für den Rasen: Weniger Mähen macht den Rasen laut BUND auf lange Sicht widerstandsfähiger gegen Trockenheit. Höheres Gras hält Wasser im Boden und schützt vor Austrocknung. Die positive Folge: Sie müssen weniger gießen.

Durch eine bewusste Rasenpflege mit weniger Schnitt und Verzicht auf Mähroboter können Sie nicht nur Tieren helfen, sondern auch einen Beitrag zur Biodiversität leisten und Ihren Rasen gesünder halten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration