Tech-Milliardär Elon Musk hat vor Gericht eingeräumt, dass seine KI-Firma xAI bei der Entwicklung ihrer Modelle auch Technologie des Rivalen OpenAI verwendet hat. Konkret ging es um die sogenannte Destillation, bei der ein neues KI-Modell von einem bereits existierenden Modell lernt. Diese Methode wird oft von kleineren KI-Firmen genutzt, um Kosten und Zeit zu sparen.
Musk wurde als Zeuge im Prozess um seine Klage gegen OpenAI-Mitgründer Sam Altman befragt. Ein Anwalt der Altman-Seite wollte wissen, ob xAI per Destillation OpenAI-Modelle zum Training genutzt habe. Musk versuchte zunächst auszuweichen und sagte, das mache „generell alle KI-Firmen“. Auf Nachfrage antwortete er: „Teilweise.“
In dem Prozess wirft Musk Altman und Greg Brockman vor, sie hätten „eine wohltätige Organisation gestohlen“. OpenAI wurde ursprünglich als Non-Profit gegründet, um KI im Interesse der Menschheit zu erforschen. Musk behauptet, dass unter Altmans und Brockmans Führung der gesamte Wert in einem gewinnorientierten Teil konzentriert sei. OpenAI kontert, die Kontrolle liege weiterhin beim Non-Profit-Kern.
Musk hatte den OpenAI-Verwaltungsrat 2018 verlassen und 2020 jegliche Unterstützung eingestellt. Der OpenAI-Anwalt präsentierte E-Mails und Textnachrichten, die nahelegen, dass Musk 2017 versuchte, die Kontrolle über einen gewinnorientierten Teil zu erlangen. Die Einstellung seiner vierteljährlichen Zahlungen von fünf Millionen Dollar interpretierte der Anwalt als Druckmittel. Musk entgegnete, ihm seien Zweifel an den Absichten Altmans und Brockmans gekommen.
Musk fordert in seiner Klage, dass Altman und Brockman ihre Posten verlieren und die Struktur von OpenAI geändert wird. OpenAI hält ihm vor, er wolle mit der Klage einen starken Konkurrenten für xAI bremsen. Musk reagierte bei der Befragung wiederholt dünnhäutig und warf dem OpenAI-Anwalt vor, ihn austricksen zu wollen. Richterin Yvonne Gonzalez Rogers ermahnte ihn, dass er kein Anwalt sei.



