Sibirische Tiger-Drillinge erkunden erstmals Außengehege im Serengeti-Park
Tiger-Drillinge erkunden erstmals Außengehege im Serengeti-Park

Sibirische Tiger-Drillinge erkunden erstmals Außengehege im Serengeti-Park

Unter großem Medieninteresse haben drei junge Sibirische Tiger erstmals das Außengehege im Serengeti-Park in Hodenhagen betreten. Die sechs Monate alten Drillinge mit den Namen Anouk, Asha und Kenai zeigten sich dabei völlig unerschrocken und ließen sich von Fotografen ablichten, während sie von großen Fleischbrocken angelockt wurden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Nachwuchs

Nach ihrer Geburt im September des vergangenen Jahres wurden die Tigerbabys und ihre Mutter Anastasia zunächst weitgehend von der Öffentlichkeit abgeschirmt. Trotz der Erfahrung der achtjährigen Tigerin, die bereits 2023 Zwillinge zur Welt gebracht hatte, ließ das Pflegerteam besondere Vorsicht walten. Jede mögliche Unruhe sollte vermieden werden, um Mutter und Nachwuchs optimale Bedingungen zu bieten.

Vater der Drillinge ist der Kater Nanu. Inzwischen toben die jungen Raubkatzen wild durch die Anlage und zeigen sich den Besuchern des Parks, der am Samstag in die Sommersaison startet. Bei der Fahrt durch den Park können die Gäste die Tigerbabys direkt aus dem Auto heraus beim Entdecken und Spielen beobachten.

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Wichtiger Beitrag zum Artenschutz

„Um diese einzigartige Katze zu retten, sind wir mit unseren Tieren Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP“, erklärte Fabrizio Sepe, Inhaber des Serengeti-Parks. „Wir sind daher besonders stolz auf unseren zweiten großartigen Zuchterfolg der Sibirischen Tiger.“

Die Bedeutung solcher Zuchterfolge wird deutlich, wenn man den bedrohten Status der Art betrachtet:

  • Sibirische Tiger gelten als größte lebende Katzen der Erde
  • Sie stehen als „stark gefährdet“ auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN
  • Nur noch etwa 500 bis 700 Tiere leben in freier Wildbahn

Dramatische Geschichte der Wildpopulation

Die Situation der Sibirischen Tiger in ihrer natürlichen Heimat ist äußerst prekär. Die Tiere leben in den kalten Regionen im Osten Russlands und im angrenzenden Nordosten Chinas, doch ihr natürlicher Lebensraum ist heute nur noch ein Bruchteil des ursprünglichen Areals.

In den 1940er Jahren sank die Wildpopulation durch intensive Jagd und fortschreitende Lebensraumzerstörung auf wenige Dutzend Tiere. Erst durch umfangreiche Schutzmaßnahmen konnte der Bestand in den letzten Jahrzehnten wieder auf die heutige Zahl anwachsen. Dennoch bleibt die Art weiterhin stark gefährdet, was die Bedeutung von Erhaltungszuchtprogrammen wie dem EEP unterstreicht.

Der Serengeti-Park leistet mit seinem erfolgreichen Zuchtprogramm einen wichtigen Beitrag zum Schutz dieser majestätischen Raubkatzen, während Besucher die seltene Gelegenheit haben, die Tiger-Drillinge in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.

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