Vogelgrippe-Ausbruch in Niedersachsen: 80 Vögel in Walsrode und drei Nandus in Osnabrück getötet
Die Vogelgrippe hat die Zoos in Niedersachsen erreicht und führt zu schweren Verlusten. Im Weltvogelpark Walsrode sind 80 Meeresvögel getötet worden, während im Zoo Osnabrück drei Nandus betroffen sind. Die Ausbrüche haben die Tierparks in Alarmbereitschaft versetzt und zu vorübergehenden Schließungen sowie Schutzmaßnahmen geführt.
Weltvogelpark Walsrode: 80 Meeresvögel getötet
Im Weltvogelpark Walsrode ist der Ausbruch der Vogelgrippe zunächst auf eine Voliere begrenzt, doch alle 80 Meeresvögel in dieser Anlage mussten getötet werden. Eine Sprecherin des Parks beschrieb die Situation als verheerend und betonte, dass Enten und Gänse besonders empfänglich für das Virus sind. „Das ist ein herber Verlust für uns und unsere Besucher“, sagte sie. Benachbarte Volieren sind nach aktuellen Erkenntnissen nicht betroffen, was die Ausbreitung eindämmt.
Der Park bleibt vorübergehend geschlossen, um weitere Infektionen zu verhindern. Spätestens zur Saisoneröffnung am 14. März sollen Besucher den nach eigenen Angaben weltgrößten Vogelpark wieder betreten dürfen. Auf dem weitläufigen Gelände leben rund 4.000 Vögel aus mehr als 600 Arten, was die Herausforderungen im Umgang mit der Tierseuche unterstreicht.
Zoo Osnabrück: Drei Nandus betroffen
Im Zoo Osnabrück wartet man noch auf die offizielle Bestätigung des Friedrich-Loeffler-Instituts bezüglich eines toten Nandus. Bei einer pathologischen Untersuchung des im Zoo gestorbenen Laufvogels wurde das Vogelgrippe-Virus diagnostiziert. Als Vorsichtsmaßnahme wurden seine beiden Artgenossen, die eng im selben Gehege lebten, getötet, wie eine Sprecherin mitteilte.
Der Zoo bleibt für Besucher geöffnet, doch einzelne Wege vor Volieren sind vorsorglich gesperrt worden, um die Sicherheit zu gewährleisten. Diese Maßnahmen sollen helfen, eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern und die Gesundheit der verbleibenden Tiere zu schützen.
Hintergrund und Auswirkungen
Die Vogelgrippe, auch als aviäre Influenza bekannt, ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die vor allem bei Vögeln auftritt. In Niedersachsen haben die jüngsten Ausbrüche in Zoos die Tierparks vor große Herausforderungen gestellt. Die getroffenen Maßnahmen wie Tötungen und Sperrungen sind notwendig, um die Seuche einzudämmen und die öffentliche Gesundheit zu schützen.
Experten betonen, dass solche Ausbrüche in Gefangenschaftshaltungen besonders kritisch sind, da sie auf engem Raum schnell um sich greifen können. Die Zoos arbeiten eng mit Veterinärbehörden zusammen, um die Situation zu überwachen und weitere Schritte zu planen.



