Erneuter Vogelgrippe-Ausbruch in Wesenberg: Schutzzonen eingerichtet
Vogelgrippe in Wesenberg: Schutzzonen aktiviert

Erneuter Vogelgrippe-Ausbruch in der Mecklenburgischen Seenplatte

In einer größeren Geflügelhaltung in Wesenberg ist erneut die Vogelgrippe ausgebrochen. Am Mittwoch, dem 11. März 2026, wurde bei einer virologischen Untersuchung das hochpathogene Virus des Subtyps H5N1 nachgewiesen. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat umgehend reagiert und umfassende Maßnahmen zur Eindämmung der Tierseuche verordnet.

Sofortige Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung

Um eine weitere Ausbreitung des Erregers zu verhindern, hat das zuständige Veterinäramt unverzüglich eine Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern sowie eine Überwachungszone von zehn Kilometern um den betroffenen Betrieb eingerichtet. In der unmittelbaren Schutzzone befinden sich 40 Kleinsthalter mit durchschnittlich 28 Tieren, deren Geflügel nun strikt aufgestallt werden muss. Zusätzlich gelten verschärfte Hygienevorschriften für alle Tierhalter in diesem Bereich.

Überwachungszone mit größeren Betrieben

In der erweiterten Überwachungszone sind insgesamt 306 Geflügelhalter registriert, darunter zwei größere Betriebe mit etwa 24.000 Legehennen beziehungsweise 10.000 Mastputen. Diese Tierhalter sind verpflichtet, ihre Bestände beim Veterinäramt zu melden und intensiv zu überwachen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Symptomen wie verminderter Legeleistung, Durchfall oder Atemnot, die umgehend gemeldet werden müssen.

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Transportverbote und Ursachenforschung

Parallel zu den Sperrmaßnahmen laufen intensive Untersuchungen, um die genaue Ursache des Ausbruchs und mögliche weitere Kontaktbetriebe zu ermitteln. Der Transport von Geflügel, Fleisch und Eiern in oder aus den betroffenen Gebieten ist vorläufig vollständig untersagt. Diese Maßnahme soll verhindern, dass sich das Virus über regionale Grenzen hinweg ausbreitet.

Landesweite Vorsichtsmaßnahmen

Zudem bleibt das generelle Aufstallungsgebot für alle Geflügelhaltungen mit mindestens 5000 Tieren im gesamten Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Kraft. Diese Vorsichtsmaßnahme soll das Risiko einer Virusübertragung in größere Anlagen minimieren und weitere Ausbrüche verhindern. Bereits im Januar war die Vogelgrippe in einem Betrieb nur wenige Kilometer entfernt, in Schwarz bei Mirow, ausgebrochen, was die aktuelle Situation besonders besorgniserregend macht.

Langfristige Auswirkungen

Die wiederholten Ausbrüche der Vogelgrippe in der Region stellen die Geflügelhalter vor erhebliche wirtschaftliche Herausforderungen. Die strengen Maßnahmen beeinträchtigen nicht nur den Betriebsablauf, sondern auch den regionalen Handel mit Geflügelprodukten. Experten betonen die Bedeutung frühzeitiger Erkennung und konsequenter Eindämmungsstrategien, um die Seuche unter Kontrolle zu halten und die Tierbestände zu schützen.

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