Weltvogelpark Walsrode: Nachwuchs bei bedrohten Arten und neue Attraktionen nach Vogelgrippe
Weltvogelpark Walsrode: Nachwuchs nach Vogelgrippe-Krise

Weltvogelpark Walsrode startet erfolgreich in die Saison

Der Weltvogelpark Walsrode hat die schwierige Phase der Vogelgrippe überwunden und startet nun mit neuer Energie in die Saison. Besonders erfreulich ist der erwartete Nachwuchs bei zahlreichen bedrohten Vogelarten, die im Park ein sicheres Zuhause finden.

Flugshows und bedrohte Arten im Fokus

Zu den Hauptattraktionen gehören die imposanten Flugshows, bei denen Weißkopfseeadler und verschiedene Papageienarten spektakuläre Flugmanöver über den Köpfen der Besucher vollführen. Bis zu 15 Papageien sind dabei gleichzeitig am Himmel zu beobachten. Der Park beherbergt mehr als 4.000 Vögel aus über 600 verschiedenen Arten auf einer Fläche von 24 Hektar in der Lüneburger Heide.

Viele der gezeigten Arten sind vom Aussterben bedroht, darunter der Waldrapp mit seinem charakteristischen roten Schnabel, von dem in freier Wildbahn nur noch etwa 250 Brutpaare existieren. Auch der Status der Chinabuschwachtel und des Blaukronen-Häherlings wird als kritisch eingestuft. „Vögel gelten als die letzten Nachfahren der Dinosaurier“, erklärt Park-Sprecherin Janina Ehrhardt und verweist auf den Lehrpfad zu ausgestorbenen Riesendinosauriern.

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Neue Heidelandschaft und tierische Begegnungen

Eine besondere Neuerung in dieser Saison ist eine nachempfundene Heidelandschaft mit drei zotteligen Moorschnucken, einer kleinen Landschafrasse. Diese heimische Kulturpflanzenlandschaft findet erstmals Platz zwischen den internationalen Schwerpunkten des Parks, die nach Kontinenten gegliedert sind.

Besucher können zahlreiche interaktive Erlebnisse genießen: Das Füttern scheuer südostasiatischer Loris mit Nektar, die Versorgung von Inkaseeschwalben oder die Beobachtung junger Kiebitze unter Wärmelampen. Eine neugierige Pinguin-Familie mit mehr als 20 Tieren lebt in einer steinigen Landschaft nahe am Wasser, während Störche beim Nestbau beobachtet werden können.

Hygienemaßnahmen und Impfprojekt

Seit der Corona-Pandemie gelten im Park erhöhte Hygienestandards. Die Vogelgrippe bleibt ein ganzjähriges Thema, wie Ehrhardt betont: „Die Vogelgrippe verschwindet nicht“. Ein Veterinär bestätigte, dass Zugvögel das Virus im Frühjahr in den Park gebracht hatten. Derzeit wird die Teilnahme an einem Pilotprojekt zur Impfung besonders gefährdeten Geflügels erwogen.

Geschäftsführer Javier Gimeno Martinez blickt auf einen anspruchsvollen Winter zurück: „Der Winter war ganz schwer. Und dazu der Ausbruch der Vogelgrippe, aber wir waren ja nicht die Einzigen, es traf auch andere Zoos.“ Die 150 Mitarbeiter des Parks sorgen dafür, dass alle Vögel versorgt und die Gehege sauber gehalten werden.

Erfolgreiche Winteröffnung

Erstmals öffnete ein Großteil des Parks auch an Wochenenden im Winter mit speziellen Events. Indoor-Attraktionen wie die Paradieshalle, das Papageienhaus und die Nachtwelten boten Einblicke in tropische Arten. „Das kam gut an und wir haben den Winter über schon die Wege freigehalten. Das kam uns im Frühjahr zugute“, resümiert Ehrhardt die positive Resonanz.

Bis zum 1. November können Besucher die vielfältige Vogelwelt erleben, darunter auch die verschiedenen Eierformen und -farben verschiedener Arten, die vor Ostern besonders gut zu sehen sind. Rund 250.000 Besucher werden pro Saison erwartet, die in der idyllischen Umgebung des Parks Entschleunigung und Naturerlebnis finden.

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