Zoo-Direktor Junhold verteidigt Tierpfleger im MDR-Riverboat: „Sehr harter Job“
Der Leipziger Zoo-Direktor Jörg Junhold hat in der MDR-Talkshow „Riverboat“ ein außergewöhnliches Lob an die Tierpfleger seines Zoos verteilt. In der Sendung am vergangenen Freitag stellte er sich schützend vor seine Mitarbeiter und betonte, dass deren Arbeit körperlich extrem anspruchsvoll sei und häufig unterschätzt werde.
„Was wir für tolle Menschen im Zoo haben“
Junhold äußerte sich begeistert über das Engagement seiner Tierpfleger: „Was wir für tolle Menschen im Zoo haben. Wie sie aufgehen für ihre Tiere, wie sie leben für ihre Tiere, wie sie wirklich alles tun, damit es sowohl den Tieren als auch den Menschen gut geht.“ Er machte deutlich, dass die Tätigkeit weit über das reine Streicheln hinausgehe. „Das ist ja nicht nur das Streicheln. Ansonsten ist Tierpfleger sein ein sehr harter Job, vor allem körperlich.“
Rund-um-die-Uhr-Einsatz für die Tiere
Die Tierpfleger seien rund um die Uhr für die Tiere im Einsatz und würden dabei von Tierärzten und Biologen unterstützt. Junhold beschrieb ihre Arbeit als Traumjob, der jedoch immense körperliche Anforderungen stelle. Der Zoo-Direktor bezog im Gespräch mit Moderatorin Kim Fisher auch deutlich Stellung zur anhaltenden Kritik an der Tierhaltung in Zoos.
Klare Position zur Tierhaltungskritik
Seine Meinung war in der MDR-Show eindeutig: „Es gibt keine bessere Tierhaltung in Deutschland.“ Junhold kritisierte, dass viele Kritiker sich nicht ausreichend mit der Realität beschäftigen würden. „Die meisten beschäftigen sich auch mit uns gar nicht richtig“, so der Zoo-Direktor. Er lud Skeptiker ein, sich selbst ein Bild zu machen: „Kommt zu uns, und wir können euch zeigen, dass es allen Tieren gut geht.“
Beispiel Koalas zeigt Aufwand der Tierhaltung
Wie viel Aufwand hinter der artgerechten Tierhaltung steckt, zeigte Junhold am Beispiel der Koalas. Bei Schkeuditz wurde eigens eine Eukalyptus-Plantage aufgebaut, um die Tiere optimal zu versorgen. Dies unterstreiche den hohen Standard, den der Zoo Leipzig anstrebe.
„Zoo der Zukunft“ und größere Verantwortung
Mit dem Projekt „Zoo der Zukunft“ treibt Junhold seit Jahren den Umbau des Zoos in Leipzig voran. Es entstehen kontinuierlich neue Themenwelten, zuletzt das „Loriversum“ und „Amazonien“, zwei begehbare Vogelanlagen. Zugleich sieht der Direktor Zoos in einer größeren Verantwortung. Sie hätten den Auftrag, Wissen zu vermitteln und sich für den Schutz natürlicher Lebensräume einzusetzen.
Der Auftritt von Jörg Junhold im MDR-Riverboat hat somit nicht nur die wertvolle Arbeit der Tierpfleger gewürdigt, sondern auch die Bedeutung moderner Zoos als Bildungs- und Artenschutzeinrichtungen hervorgehoben.



