Waldarbeiter-WM in Slowenien: Deutsche Forst-Profis glänzen mit Medaillenregen
Deutsche Forst-Profis glänzen bei Waldarbeiter-WM

Waldarbeiter-WM in Slowenien: Deutsche Forst-Profis glänzen mit Medaillenregen

Kreischende Kettensägen und fliegende Holzspäne bestimmten das Bild bei den 36. World Logging Championships im slowenischen Šentjernej. Vom 12. bis 15. März 2026 maßen sich 112 Athletinnen und Athleten aus 24 Nationen in fünf anspruchsvollen Disziplinen der Forstarbeit. Das deutsche Team konnte dabei einen äußerst erfolgreichen Auftritt verbuchen und erkämpfte sich ein gutes Dutzend Medaillen.

Intensives Training in Königsbronn zahlt sich aus

Das letzte Trainingslager in Königsbronn im Landkreis Heidenheim hat sich für die deutschen Forst-Profis mehr als gelohnt. „Die WM war für uns ein toller Erfolg!“, erklärte Wolfgang Junglas gegenüber der Schwäbischen Zeitung auf der Rückreise aus Slowenien. Die sorgfältige Vorbereitung schlug sich in herausragenden Leistungen nieder, bei denen Präzision und Geschwindigkeit in den verschiedenen Übungen über Sieg oder Niederlage entschieden.

Ost-Württemberg als Hotspot der Forst-Profis

Besonders erfolgreich zeigten sich dabei Waldarbeiter aus Baden-Württemberg. Martin Schraitle aus Ellwangen holte sich im Kettenwechsel Gold und montierte eine neue Schneidgarnitur auf seine Stihl-Motorsäge in beeindruckenden 8,02 Sekunden. Thomas Schneider aus Burgberg bei Giengen an der Brenz triumphierte im Präzisionsschnitt, während Marco Trabert aus dem unterfränkischen Bad Königshofen beim Entasten nicht nur Gold gewann, sondern mit 13,33 Sekunden auch einen neuen Weltrekord aufstellte – genau wie bereits vor zwei Jahren in Wien.

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In der U24-Klasse sicherte sich Luis Kolb aus Bartholomä im Ostalbkreis mit Disziplinsiegen bei Fällung, Kettenwechsel und Präzisionsschnitt den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Der junge Nachwuchsforstwirt demonstrierte damit eindrucksvoll, dass die deutsche Forstwirtschaft auch für die Zukunft bestens aufgestellt ist.

Österreich siegt knapp in der Mannschaftswertung

In der Gesamtwertung der Profis setzte sich der Österreicher Jürgen Erlacher durch und krönte sich zum Waldarbeiter-Weltmeister. Das von Teamchef Markus Wick ausgerufene Ziel, Mannschaftsweltmeister zu werden, wurde knapp verfehlt. Um lediglich 52 Punkte musste sich Team Deutschland den österreichischen Konkurrenten geschlagen geben und landete auf dem respektablen zweiten Platz.

Vorfreude auf die nächste Weltmeisterschaft

Die Chance auf Revanche haben die deutschen Wald-Profis bereits in zwei Jahren, wenn die 37. Weltmeisterschaften der Waldarbeiter stattfinden. Der genaue Austragungsort steht zwar noch nicht fest, doch die Motivation im deutschen Team ist nach diesem erfolgreichen Auftritt in Slowenien auf einem Höchststand. Die Disziplinen Kettenwechsel, Kombinierter Schnitt, Präzisionsschnitt, Zielfällung und Entasten sowie der Staffelwettkampf werden dann erneut über die weltbesten Forst-Profis entscheiden.

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