Hangrutsch bei Schlicht: Waldweg in Feldberger Seenlandschaft gesperrt - Gefahr droht weiter
Hangrutsch bei Schlicht: Waldweg gesperrt - Gefahr droht

Hangrutsch bei Schlicht macht Waldweg unpassierbar - Forstamt warnt vor Gefahr

In einem Waldstück bei Schlicht in der malerischen Feldberger Seenlandschaft hat sich ein gravierender Hangrutsch ereignet, der einen oberhalb gelegenen Weg vollständig unpassierbar gemacht hat. Das zuständige Forstamt Lüttenhagen hat aus Sicherheitsgründen umgehend reagiert und die Strecke in beide Richtungen gesperrt. Forstamtsleiter Falk Jagszent betont die Dringlichkeit dieser Maßnahme: „Es ist wirklich gefährlich, die Passage zu queren. Jeder sollte sich zu seiner eigenen Sicherheit an das Verbot halten.“

Sperrung mit Nachdruck: Bäume blockieren den Weg

Neben deutlichen Hinweis- und Verbotsschildern sowie auffälligem Absperrband hat das Forstteam zwei mächtige Buchen quer über den Weg gelegt, um jeglichen Zugang zu unterbinden. Während das Befahren mit Fahrzeugen in diesem Bereich ohnehin schon immer untersagt war, dürfen nun auch Fußgänger und Reiter den Weg nicht mehr nutzen. Die Sperrung ist absolut und wird strikt durchgesetzt, um Personen vor möglichen weiteren Abbrüchen zu schützen.

Ursache und Ausmaß des Schadens

Auslöser des Hangrutsches waren enorme Wassermassen, die zunächst tiefe Rinnen in den Weg spülten und schließlich den Hang an einer kritischen Stelle derart aufweichten, dass er abrutschte. An genau dieser Stelle stand eine mindestens 100 Jahre alte Buche, die durch den Erdrutsch ihren Halt verlor und umstürzte. Der Baum fiel dabei in die Krone einer anderen Buche, was eine zusätzliche instabile Situation schafft. Niemand kann derzeit vorhersagen, wie lange diese prekäre Konstellation halten wird.

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Instandsetzung: Ein technisch und finanziell anspruchsvolles Unterfangen

Die Frage, ob und wie dieser beschädigte Weg wiederhergestellt werden kann, steht aktuell im Raum. Falk Jagszent erläutert die Herausforderungen: „Fremdmaterial in beträchtlichen Größenordnungen müsste ins sensible Naturschutzgebiet transportiert werden – ein technisch und auch finanziell äußerst anspruchsvolles Vorhaben.“ Aus forstwirtschaftlicher Perspektive sei der Weg nicht zwingend erforderlich, was die Prioritäten zusätzlich verschiebt.

Touristische Konsequenzen: Weg fällt für die Saison aus

Für die anstehende Tourismussaison hat die Sperrung direkte Auswirkungen. Jagszent rät allen Planern: „In touristischer Hinsicht sollte in dieser Saison besser ohne diesen Wander- und Reitweg geplant werden.“ Auch für romantische Kutschfahrten wird der Weg nicht zur Verfügung stehen. Die Unsicherheit bleibt groß, da niemand einschätzen kann, ob weitere Teile des Weges nachrutschen könnten.

Weitere Gefahrenabschätzung läuft

Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie wurde bereits eingeschaltet, um die Abbruchstelle fachkundig zu begutachten. Im Fokus steht dabei die Frage, ob von der instabilen Hanglage noch weitere Gefahren ausgehen. Bis zu einer fundierten Einschätzung der Experten bleibt die Sperrung aufrechterhalten, um die Sicherheit von Wanderern, Reitern und allen Naturbesuchern zu gewährleisten.

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