Irrtum im Kreistag: Waldverkauf bei Stolberg sorgt weiter für Diskussionen
Die Debatte um den Verkauf von rund 1.000 Hektar Privatwald bei Stolberg an die Stiftung des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) hält den Kreistag von Mansfeld-Südharz weiter in Atem. Kritische Stimmen aus der Fraktion Linke/Grüne, die sich gegen die Verwendung von mehr als 30 Millionen Euro Steuermitteln für den Kauf richteten, beruhen nach aktuellen Erkenntnissen jedoch auf einer irrigen Annahme.
Fördermillionen für Nabu-Stiftung im Fokus
Der Vorwurf, der Waldbesitzerverband habe bei der Vergabe von Fördermillionen für die Nabu-Stiftung unangemessen Einfluss genommen, entbehrt jeder Grundlage. Landrat André Schröder (CDU) betonte in einer Stellungnahme, dass die Untere Forstbehörde des Landkreises ihre Prüfung des Verkaufs nach dem Grundstücksverkehrsgesetz stets sachlich und unabhängig durchführe. „Jeder hätte diesen Wald kaufen können“, so die klare Aussage, die den Irrtum der Kritiker offenlegt.
Der Verkauf der Waldflächen von der Firmengruppe Ritter von Kempski an den Nabu hat bereits seit längerem für politische Kontroversen gesorgt. Die hohe Summe von über 30 Millionen Euro, die aus öffentlichen Mitteln stammt, wirft Fragen nach der Rechtmäßigkeit und Transparenz solcher Transaktionen auf. Doch die Unterstellung, dass hierbei unlautere Machenschaften im Spiel gewesen seien, konnte nicht belegt werden.
Sachliche Prüfung durch Forstbehörde
Landrat Schröder unterstrich, dass mögliche Versagungsgründe für den Verkauf streng nach gesetzlichen Vorgaben abgewogen werden. Die Forstbehörde prüfe dabei alle Aspekte objektiv, ohne sich von politischem Druck beeinflussen zu lassen. Diese Verfahrensweise soll sicherstellen, dass der Waldverkauf im Interesse des Gemeinwohls und unter Einhaltung aller rechtlichen Bestimmungen erfolgt.
Die Diskussionen im Kreistag zeigen, wie sensibel das Thema Waldbesitz und Naturschutzfinanzierung in der Region ist. Während die einen die Investition in den Naturschutz durch den Nabu begrüßen, fürchten andere eine Verschwendung von Steuergeldern. Die Aufklärung über die tatsächlichen Umstände des Verkaufs ist daher von großer Bedeutung, um weitere Missverständnisse zu vermeiden.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Kritik der Linke/Grüne-Fraktion zwar berechtigte Fragen aufwirft, in diesem konkreten Fall jedoch auf falschen Informationen basiert. Die weitere Entwicklung wird zeigen, ob der Waldverkauf bei Stolberg tatsächlich wie geplant vollzogen werden kann oder ob neue Erkenntnisse die Debatte erneut anheizen werden.



