Großbrand bei Dessau-Roßlau: Wald und Holzpolter in Flammen
Am Dienstagabend, dem 7. April, kam es nördlich von Streetz bei Dessau-Roßlau zum ersten großen Waldbrand des Jahres. Gegen 20.10 Uhr meldeten besorgte Anwohner aus Streetz und Natho eine massive Rauchsäule und einen hellen Feuerschein im Waldgebiet. Die Alarmierung erfolgte umgehend, woraufhin alle Feuerwehren nördlich der Elbe sowie die Berufsfeuerwehr Dessau-Roßlau zum Einsatz ausrückten.
Zwei Brandstellen fordern die Einsatzkräfte
Bei der Ankunft bestätigten sich die Befürchtungen: Die Feuerwehrleute entdeckten zwei separate Brandherde, die etwa 400 Meter voneinander entfernt lagen. An der ersten Stelle stand ein etwa 20 Meter langer Holzpolter in Vollbrand, umgeben von rund 1.000 Quadratmetern brennenden Waldes. Die zweite Brandstelle wies einen weiteren Holzpolter von 15 Metern Länge auf, der ebenfalls Feuer gefangen hatte, sowie etwa 800 Quadratmeter Waldfläche in Flammen.
Die Einsatzkräfte teilten sich auf, um beide Brandherde gleichzeitig zu bekämpfen. Ein Teil der Feuerwehr wurde über Mühlstedt, der andere über Streetz in das Waldgebiet geleitet. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, errichtete die Feuerwehr Mühlstedt an der Rossel eine Löschwasserentnahmestelle, von der aus die Fahrzeuge im Pendelverkehr mit dem dringend benötigten Nass versorgt wurden.
Stundenlanger Kampf gegen die Flammen
Die Brandbekämpfung und anschließenden Nachlöscharbeiten zogen sich bis etwa 0.30 Uhr in die Nacht hinein. Martin Müller, Amtsleiter für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst in Dessau-Roßlau, bestätigte den langwierigen Einsatz. Der entstandene Schaden wird vorläufig auf etwa 15.000 Euro geschätzt. Für die Löschmaßnahmen setzten die Feuerwehrleute insgesamt rund 50.000 Liter Wasser ein.
Zur Brandursache hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Roßlau, Rodleben, Meinsdorf, Mühlstedt und Streetz sowie die Berufsfeuerwehr Dessau-Roßlau. Insgesamt kamen zwölf Fahrzeuge und 64 Einsatzkräfte zum Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.



