Stadtförster aktualisiert Waldkonzept für Waren und fordert mehr Personal
In der Stadt Waren an der Müritz arbeitet Stadtförster Arne Strasen derzeit intensiv an der Überarbeitung des städtischen Waldbewirtschaftungskonzepts. Bei einer Sitzung des Umweltausschusses am Dienstagabend präsentierte er seine Pläne und diskutierte diese mit den politischen Vertretern. Ein zentraler Punkt seiner Ausführungen betraf die personelle Situation im Stadtforst.
Kritische Personallage im Stadtforst
Aktuell sind bei der Stadt Waren nur noch zwei Waldarbeiter beschäftigt, obwohl ursprünglich fünf Stellen vorhanden waren. Diese geringe Personalzahl stellt nach Ansicht von Strasen ein erhebliches Problem dar. Bei der Arbeit im Wald müssen zahlreiche Sicherheitsaspekte beachtet werden, weshalb eine Mindestanzahl an Waldarbeitern erforderlich ist. Insbesondere das Fällen von Bäumen darf nicht alleine durchgeführt werden. „Sobald also ein Waldarbeiter ausfällt, und es steht nun auch ein Ruhestand bevor, können wir nicht mehr fällen“, erklärte der Stadtförster deutlich.
Der Forstwirt betonte, dass die Stadt auf eigene Waldarbeiter angewiesen sei, da es zunehmend schwieriger werde, externe Dienstleister auf dem freien Markt zu finden. Die Personalkosten ließen sich jedoch durch einen erhöhten Holzeinschlag und den Verkauf größerer Holzmengen amortisieren. „Unterm Strich könnte es sogar günstiger werden“, so Strasen zu den finanziellen Aspekten seiner Personalplanung.
Drei mögliche Standorte für Bestattungswald identifiziert
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des aktualisierten Waldkonzepts ist die Schaffung eines Bestattungswaldes für Waren. Dieser Vorschlag wurde jüngst auch fraktionsübergreifend in der Stadtvertretung unterstützt. Stadtförster Arne Strasen konnte bereits drei potenzielle Flächen benennen, die für diesen Zweck infrage kommen könnten.
Bei der Auswahl der Standorte wurden verschiedene Kriterien berücksichtigt:
- Gute Erreichbarkeit mit dem Automobil
- Vorhandene Parkmöglichkeiten für Besucher
- Optische Eignung der Waldflächen für eine würdige Bestattungsstätte
Die vorgeschlagenen Standorte befinden sich sowohl stadtnah im Werderwald oder in Ecktannen als auch etwas weiter entfernt bei Jägerhof im Waldgebiet Seeblänken. Mit diesen Planungen reagiert die Stadtförsterei auf die wachsende Nachfrage nach alternativen Bestattungsformen in natürlicher Umgebung.



