Anklam: Trinkwasserversorgung wird für Wartungsarbeiten in der Nacht unterbrochen
Anklam: Trinkwasser-Abschaltung für Reparaturen in der Nacht

Wasserversorgung in Anklam und Region für nächtliche Reparaturarbeiten abgestellt

Die Gesellschaft für Kommunale Umweltdienste (GKU) wird in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Trinkwasserversorgung in Anklam und zahlreichen umliegenden Gemeinden vorübergehend unterbrechen. Grund dafür sind dringende Wartungsarbeiten an einer entscheidenden Rohrleitung im Anklamer Wasserwerk.

Drei Stunden ohne Wasser für 24 Orte

Die Abschaltung ist für den Zeitraum von Mittwoch, 11. Februar, um Mitternacht bis Donnerstag, 12. Februar, gegen 3 Uhr nachts geplant. Betroffen sind neben der gesamten Stadt Anklam auch 23 umliegende Ortschaften, darunter Alt Kosenow, Bargischow, Butzow, Görke, Kamp, Lüskow, Neu Kosenow, Pelsin, Salchow und Menzlin.

„Wir haben bei den Arbeiten ausreichend Puffer eingeplant“, erklärt Sven Bausemer, Leiter der Anklamer GKU-Betriebsstätte. Die Reparatur betrifft eine etwa 2,50 bis drei Meter lange Rohrstrecke direkt hinter den Pumpen im Wasserwerk, die unter hohem Druck steht.

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Komplette Abschaltung als effizienteste Lösung

Eine Übergangslösung während der Arbeiten wäre technisch schwierig umzusetzen gewesen. „Das hätte uns letztlich genauso viel Zeit gekostet wie die gesamte Reparatur“, so Bausemer. Daher fiel die Entscheidung für eine vollständige, aber zeitlich begrenzte Abschaltung der Wasserversorgung.

Mit großen Wasserverbrauchern wie der Anklamer Zuckerfabrik wurde die Maßnahme bereits im Voraus abgestimmt. Diese Betriebe werden voraussichtlich als erste die Folgen der Reparatur bemerken.

Vorübergehende Trübungen möglich

Nach der Wiederinbetriebnahme der Leitung kann es zu anfänglichen Trübungen des Wassers kommen. „Nimmt man den Druck zunächst komplett weg und danach die Leitung wieder in Betrieb, lösen sich immer Ablagerungen“, erklärt Bausemer. Die GKU rät betroffenen Nutzern in diesem Fall, das Wasser kurz ablaufen zu lassen, bis es wieder klar ist.

Frostperiode verlief bisher glimpflich

Trotz der aktuellen Frostperiode verzeichnete die GKU in der Anklamer Region bislang nur drei größere Rohrbrüche, zuletzt in Wusseken. Die Hauptleitungen des Versorgers liegen tief genug in der Erde, um vor Frostschäden geschützt zu sein.

Problematischer waren sogenannte Frostzähler – Wasserzähler, die durch Temperaturen deutlich unter -10 Grad beschädigt wurden. Besonders betroffen waren Betriebe, deren Wasseruhren sich in ungeheizten Nebenräumen von Werkstätten und Hallen befinden.

Die GKU nimmt Hinweise aus der Bevölkerung zu möglichen Schadstellen im Leitungsnetz ernst. Auffälligkeiten wie größere Pfützen oder Vereisungen an ungewöhnlichen Stellen werden ebenso überprüft wie ungewöhnlich hohe Nachtverbräuche, die auf undichte Stellen hindeuten könnten.

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