Wasserversorgung in Anklam und Umgebung wird für Reparaturen unterbrochen
Die Gesellschaft für Kommunale Umweltdienste (GKU) hat eine wichtige Wartungsmaßnahme im Anklamer Wasserwerk angekündigt. In der Nacht von Mittwoch, dem 11. Februar, auf Donnerstag, den 12. Februar 2026, wird die Trinkwasserversorgung für etwa drei Stunden vollständig unterbrochen. Die Arbeiten beginnen um Mitternacht und sollen gegen 3 Uhr nachts abgeschlossen sein.
Umfangreiche Reparatur an kritischer Leitung
Im Zentrum der Maßnahme steht ein etwa 2,50 bis drei Meter langes Rohrstück direkt hinter den Pumpen im Wasserwerk. Diese Leitung muss ausgetauscht werden, da sie unter hohem Druck steht und für die Wasserversorgung der gesamten Region entscheidend ist. Sven Bausemer, Leiter der Anklamer GKU-Betriebsstätte, erklärt: „Wir haben bei den Arbeiten ausreichend Puffer eingeplant. Eine Übergangslösung wäre technisch nicht einfach umsetzbar und hätte uns letztlich genauso viel Zeit gekostet wie die gesamte Reparatur.“ Aus diesem Grund habe man sich für die komplette Abschaltung entschieden.
Betroffene Orte und vorbereitete Maßnahmen
Von der Unterbrechung sind neben der gesamten Stadt Anklam folgende 23 umliegende Orte betroffen:
- Alt Kosenow
- Anklamer Fähre
- Auerose
- Bargischow
- Blesewitz
- Butzow
- Dargibell
- Gellendin
- Gnevezin
- Görke
- Jargelin
- Kagendorf
- Kamp
- Lüskow
- Neu Kosenow
- Neuhof
- Pelsin
- Relzow
- Salchow
- Woserow
- Ziethen
- Menzlin
Die GKU hat die Maßnahme bereits mit großen Verbrauchern wie der Anklamer Zuckerfabrik abgestimmt. Nach Abschluss der Arbeiten kann es zunächst zu Luft in der Leitung und zu einer Trübung des Wassers kommen. Sven Bausemer erläutert: „Nimmt man den Druck zunächst komplett weg und danach die Leitung wieder in Betrieb, lösen sich immer Ablagerungen.“ Die Nutzer werden gebeten, in diesem Fall das Wasser kurz ablaufen zu lassen, bis es wieder klar ist.
Frostperiode und aktuelle Netzüberwachung
Trotz der aktuellen Frostperiode ist die Wasserversorgung in der Anklamer Region bislang weitgehend stabil geblieben. Die GKU verzeichnete lediglich drei größere Rohrbrüche, zuletzt in Wusseken. Die Hauptleitungen sind nach Angaben des Versorgers nicht vom Frost betroffen, da dieser bisher nicht tief genug in die Erde reicht. Allerdings gab es vermehrt Probleme bei Hausanschlüssen und sogenannten Frostzählern. Bausemer erklärt: „Nach den Nächten deutlich unter -10 Grad hatten wir viele Fälle von Frostzählern abzuarbeiten, besonders in Betrieben, wo sich Wasseruhren in ungeheizten Nebenräumen befinden.“
Die GKU nimmt Hinweise aus der Bevölkerung zu möglichen Schadstellen im Leitungsnetz ernst. Auffälligkeiten wie größere Pfützen oder Vereisungen an ungewöhnlichen Stellen werden ebenso überprüft wie ungewöhnlich hohe Nachtverbräuche, die auf undichte Stellen hindeuten könnten. Trotz der geplanten Unterbrechung bleibt die Winterbilanz des Wasserversorgers bislang positiv, was die Robustheit des Netzes unterstreicht.



