Wasserkatastrophe in Altentreptow: Fußballer im Einsatz gegen Flutschäden im Vereinshaus
Fußballer kämpfen gegen Flutschäden in Altentreptow

Wassermassen überfluten Vereinsheim des FSV Altentreptow

Der FSV Altentreptow steht nach einem verheerenden Hochwasserereignis vor einer enormen Herausforderung. Am vergangenen Sonntag mussten die Fußballer des Vereins selbst zu Helfern werden, als sie im anhaltenden Dauerregen den komplett verwüsteten Keller ihres Vereinshauses leer räumten. Sie versuchten dabei, noch brauchbare Trainingsmaterialien und Ausrüstung zu bergen, doch das Ausmaß der Zerstörung ist gewaltig.

Über einen Meter hohes Wasser im Vereinskeller

Das Tauwetter am Samstagabend hatte verheerende Folgen: Der angrenzende Torney-Bach, ein Nebenfluss der Tollense, konnte die Wassermassen nicht mehr halten. Diese suchten sich ihren Weg über den Sportplatz direkt zum Clubhaus, wo sie dann die Kellerabfahrt hinunterströmten. „Vor zehn Jahren hatten wir das schon mal, aber da waren es nur ein paar Zentimeter. Diesmal stand das Wasser über einen Meter hoch im Keller, das haben wir so noch nicht erlebt. Es ist eine Katastrophe für uns“, berichtete Martin Schumacher, der im Vorstand des FSV tätig ist.

Im vollgelaufenen Keller waren die kompletten Trainingsmaterialien des Vereins untergebracht, ebenso wie die Schränke des Nachwuchses und sogar Lagergut des Kreissportbundes. Schumacher, Vorstandskollege Tim Kowalski und mehrere Fußballer holten am Sonntag das gesamte Interieur ans Tageslicht, doch vieles war bereits unrettbar beschädigt.

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Glück im Unglück durch aufmerksame Skatspieler

Dass die Situation nicht noch schlimmer wurde, ist einer zufälligen Beobachtung zu verdanken: Am Samstagabend fand im Vereinsheim eine Skatrunde statt, und als die Spieler später das Haus verließen, entdeckten sie die beginnende Überschwemmung. Sie alarmierten umgehend die Feuerwehr Altentreptow, die den Kellereingang mit Sandsäcken sicherte und anschließend das Wasser aus dem Gebäude pumpte.

Dennoch sind zahlreiche Einrichtungsgegenstände nicht mehr zu gebrauchen, darunter ein Kühlschrank, die Waschmaschine für die Spielkleidung und diverse Schränke. Besonders schmerzhaft für den Verein sind die beschädigten Trainingsmaterialien für die Kinder- und Jugendmannschaften. „Das kostet Geld. Vielleicht gibt es ja jemanden, der uns mit einer Spende unterstützen möchte“, hofft Martin Schumacher.

Unsicherheit über Folgeschäden und Jubiläumsfeierlichkeiten

Neben dem Vereinshaus könnte auch der Sportplatz Schäden davongetragen haben. Zwar zeigte der Kunstrasen am Sonntag bereits wieder sein volles Grün, doch der Verein schließt nicht aus, dass auch hier Folgeschäden entstanden sind. Der FSV befürchtet sogar, dass die Stadt den Platz vorübergehend komplett sperren könnte.

Diese Entwicklung trifft den Verein in einem besonders sensiblen Jahr: Der FSV Altentreptow feiert in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen. Geplant war unter anderem ein Fußballspiel gegen die Traditionsmannschaft des 1. FC Union Berlin im Juni. „Unser Jubiläumsjahr beginnt wirklich nicht gut“, resümierte Tim Kowalski mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen.

Eine genaue Schadensbilanz will der Verein in den kommenden Tagen erstellen. Klar ist bereits jetzt, dass die Trockenlegung des Kellers eine der dringendsten Aufgaben sein wird – eine Verantwortung, die vermutlich bei der Stadt Altentreptow liegt, der das Vereinshaus gehört.

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