Die Oscarpreisträgerin Michelle Yeoh wird auf der Berlinale 2026 mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die 63-jährige Schauspielerin erhält die Ehrung bei der Eröffnungszeremonie des Filmfestivals im Februar.
Festivaldirektorin Tricia Tuttle würdigte Yeoh als visionäre Künstlerin, deren Werk Grenzen überschreite. Ihre eindringliche Präsenz, furchtlosen Entscheidungen und ihr unverwechselbarer Stil hätten Generationen von Filmschaffenden und Fans weltweit nachhaltig geprägt.
Yeoh zeigte sich gerührt: „Berlin hat immer einen besonderen Platz in meinem Herzen gehabt. Es war eines der ersten Festivals, das meine Arbeit mit Wärme und Großzügigkeit aufgenommen hat.“ Die Schauspielerin war bereits 1999 Mitglied der Internationalen Jury der Berlinale.
2023 gewann Yeoh den Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in „Everything Everywhere All at Once“ und war damit die erste asiatische Schauspielerin in dieser Kategorie. Ihr internationaler Durchbruch gelang ihr 1997 als Geheimagentin Wai Lin im James-Bond-Film „Der Morgen stirbt nie“.
Bereits in den 1980er und 1990er Jahren wurde Yeoh mit Actionfilmen wie „Yes, Madam“, „Police Story III“ und „Wing Chun“ zu einer führenden weiblichen Ikone des asiatischen Martial-Arts-Kinos. Die Berlinale endet am 22. Februar mit der Verleihung der Goldenen und Silbernen Bären.



