Designer Harald Glööckler (60) hat in einem Podcast erneut über seine schwere Kindheit gesprochen. Im Gespräch mit Marlene Lufen (55) in „M wie Marlene“ schilderte er die Gewalt, Angst und Einsamkeit, die seine frühen Jahre prägten. Sein Vater, ein Alkoholiker, schlug seine Mutter regelmäßig. Glööckler sagte: „Ich hatte nie Eltern, die für mich da waren. Ich war immer im Weg.“
Aufgewachsen in Maulbronn-Zaisersweiher bei Pforzheim, wo seine Eltern die Gaststätte „Zum Hirsch“ betrieben, lebte Glööckler in ständiger Anspannung. „Da war ja Gewalt, da war Krieg. Ich wusste nie, ob ich sicher bin“, erklärte er. Besonders an Feiertagen wie Heiligabend eskalierte die Situation regelmäßig.
Als Glööckler etwa 13 Jahre alt war, starb seine Mutter nach einem Sturz von einer Treppe. Offiziell wurde dies als Unfall eingestuft. Glööckler erinnert sich: „Ich kann mich an keine Sekunde erinnern, in der ich nicht Angst hatte, dass die Mutter blutend am Boden liegt oder tot ist.“ Er betonte, dass er seinen Eltern bis heute nicht verziehen habe: „Es war einfach ekelhaft, was sie da gemacht haben.“
Die traumatischen Erfahrungen wirken bis heute nach. Glööckler beschrieb, dass er im Umgang mit anderen Menschen übervorsichtig sei: „Ich frage immer: ‚Geht es gerade, können Sie sprechen?‘ – selbst beim Arzt.“ Trotz allem versuche er, seinen Frieden zu finden, doch die Schatten der Vergangenheit begleiten ihn weiterhin.



