Kölner Oper öffnet 2026 nach elf Jahren Sanierung
Kölner Oper öffnet 2026 nach elf Jahren Sanierung

Nach einer jahrelangen Sanierung mit massiv gestiegenen Kosten steht ein Termin für die Wiedereröffnung der Kölner Bühnen fest. Die Stadt kündigte an, dass der Spielbetrieb im September 2026 wieder aufgenommen werden soll. Am 24. September 2026 ist ein großer Festakt geplant, bereits am 19. und 20. September soll es ein Eröffnungsfest für die Bürger geben.

Die scheidende Oberbürgermeisterin Henriette Reker betonte, es handele sich um ein festes und realistisches Datum. Der schwierigste Teil liege hinter uns, sagte Reker. Köln bekomme zurück, was im Herzen der Stadt so lange gefehlt habe: ein Ort für große Kunst und Weltoffenheit. Während des Pressetermins am Mittwoch arbeiteten Bauarbeiter hörbar weiter.

Die Sanierung der Oper und des Schauspielhauses aus den 1950er Jahren läuft seit 2012. Ursprünglich war eine Wiedereröffnung für 2015 mit Kosten von rund 250 Millionen Euro geplant. Die Bauzeit verlängerte sich um Jahre und die Kosten stiegen auf zuletzt 798 Millionen Euro. Die Stadt versichert, dass dieser Betrag nicht überschritten werde. Sämtliche Gebäudeteile sollen bis Ende des Jahres baulich fertiggestellt sein.

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Als Ursachen für die Verzögerungen nannten die Verantwortlichen technische Probleme, insbesondere bei der Haustechnik und dem Brandschutz. Reker erklärte, der Grundfehler sei die Annahme gewesen, moderne Bühnentechnik problemlos in denkmalgeschützte Gebäude einbauen zu können. Das sei nicht möglich gewesen und habe aufwendige und teure Bypässe erfordert. Sie räumte ein, dass wohl kaum ein anderes Bauprojekt die Bürger so enttäuscht und strapaziert habe.

Der Bühnenkomplex des Architekten Wilhelm Riphahn steht seit 1989 unter Denkmalschutz. Die Entscheidung, das historische Ensemble zu erhalten, galt als weitgehend anerkannt. Die Bühnen werden als Zeugen des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg betrachtet. Während der Sanierung waren Oper und Schauspiel in Interimsstätten untergebracht. Künftig gibt es in der Innenstadt vier Theater: Oper, Schauspiel, Kleines Haus und Kinderoper mit insgesamt rund 2.350 Plätzen.

Der designierte Oberbürgermeister Torsten Burmester forderte, die Oper müsse sich künftig für alle Schichten der Stadtgesellschaft öffnen. Die Oper trage die Last des Sanierungsdebakels mit sich herum. Es sei undenkbar, sich allein auf das opernaffine Bildungsbürgertum zu konzentrieren. Die ganze Stadtgemeinschaft müsse sich mit der Oper versöhnen.

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