Am Pfingstsonntag, 17. Mai, findet der Internationale Museumstag in Mecklenburg-Vorpommern statt. Zahlreiche Museen sowie landeseigene Schlösser und Gärten beteiligen sich mit Aktionen. Der Eintritt ist laut Museumsverband MV oft kostenlos oder ermäßigt.
Das diesjährige Motto lautet „Museums uniting a divided world“ („Museen, die eine geteilte Welt vereinen“). Andrej Quade, Landesfachstellenleiter des Verbands, betont: „Museen fungieren als Bildungsorte für alle Alters- und Gesellschaftsgruppen, stehen jedem offen und fördern mit ihren Ausstellungen, Angeboten und Diskursen das demokratische Miteinander.“
In Rostock lädt das Schifffahrtsmuseum von 11.00 bis 15.00 Uhr zu Rundgängen und Mitmachaktionen ein. Besucher können die Kommandobrücke und den Funkraum betreten, Kinder in der Piraten-Ausstellung Münzen prägen. Auf Rügen gibt es im Stadtmuseum Bergen Künstlerführungen. Im Marinemuseum auf Dänholm starten ab 10.00 Uhr stündliche Rundgänge durch historische Gewölbe. In Stralsund öffnet das 700 Jahre alte Museumshaus.
In Wismar schaltet Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) im Schabbellhaus die digitale Museumssammlung frei. Historiker und Restauratoren geben Einblicke in Stadtgeschichte und Schiffsrestaurierungen. Im Schweriner Schlossmuseum sind Sonderführungen geplant, darunter eine Familienführung mit Puppenspielerin Cornelia Unrauh. Das Staatliche Museum Schwerin bietet kreative Workshops und eine Museumsrallye. In Hagenow können Besucher in Sütterlinschrift schreiben.
In Güstrow wird am Nachmittag die Sonderausstellung „Der Dom in der historischen Literatur vergangener Jahrhunderte“ zum 800-jährigen Bestehen eröffnet, mit Bürgermeister Sascha Zimmermann (parteilos), Orgelmusik und Chorauftritt. Der Eintritt ist am Museumstag oft frei, obwohl er sonst teurer geworden ist. Quade sagt: „Dem Publikum ist klar, dass die allgemeinen Preissteigerungen nicht an den Museen vorbeigehen können.“
Quade weist auf Investitionen der letzten Jahre hin, etwa im Staatlichen Museum Schwerin oder Meeresmuseum Stralsund. Dennoch gebe es einen Investitionsstau: „In vielen Häusern stehen Depotsanierungen oder andere Baumaßnahmen an, die zum Teil nicht realisiert werden können.“



