Die britische Designerin Amanda Navaian hat den King Charles III Charitable Fund sowie die Hilfsorganisation FareShare auf sechs Millionen Pfund (knapp sieben Millionen Euro) Schadensersatz verklagt. Grund ist die überraschende Absage einer gemeinsamen Spendenaktion, wie mehrere britische Medien berichten.
Navaian wirft den Organisationen Vertragsbruch, arglistige Täuschung und unrechtmäßige Einmischung in ihre Geschäftsbeziehungen vor. Ihr Unternehmen Marici London, das umweltschonende Handtaschen herstellt, sei nach der Absage des gemeinsamen Projekts „zerfallen“.
Ausgangspunkt des Streits ist das Jahr 2024 und eine geplante Zusammenarbeit zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung. Navaian hatte für das „King’s Coronation Food Project“ ein Galadinner und eine T-Shirt-Kollektion vorgeschlagen. Die Zusammenarbeit sei bei einem Zoom-Call mündlich vereinbart worden, doch im Juli 2024 habe der King Charles III Charitable Fund die Unterstützung plötzlich zurückgezogen.
Die kurzfristige Absage habe ihr Unternehmen ruiniert, so Navaian vor Gericht. „Es gab keinen triftigen Grund für die Absage des Dinners, und kurz darauf brach mein gesamtes System zusammen. Alles, was mir wichtig war, hing von diesem Projekt ab.“ In der Startwoche hätte man über eine Million Pfund Umsatz erzielen können.
Die Beklagten bestreiten die Vorwürfe. Ein Sprecher der beteiligten Organisationen erklärte: „Wir haben uns über ein Jahr lang intensiv mit Frau Navaians Anliegen auseinandergesetzt und bedauern zutiefst, dass sie diese unbegründeten Anschuldigungen weiterhin erhebt.“ Ein Urteil steht noch aus.



