Am Samstagabend fand in Wien die 70. Auflage des Eurovision Song Contests statt. Bulgarien konnte sich erstmals durchsetzen: Dara siegte mit dem Song „Bangaranga“ und erhielt insgesamt 516 Punkte, während Israel mit 343 Punkten den zweiten Platz belegte. Finnland, das als Favorit ins Rennen gegangen war, landete nicht auf dem Siegerpodest.
Deutschland wurde mit Sarah Engels Drittletzter. Die Sängerin erhielt 12 Jurypunkte, aber keine Punkte vom Publikum. Die Punkte kamen aus Bulgarien (2), Belgien (2), Portugal (4) und Italien (4). Großbritannien wurde Letzter, noch hinter dem Gastgeber Österreich. Die Spitzenreiter im Juryvoting waren Bulgarien (204), Australien (165) und Dänemark (165).
Der Abend wurde von Auftritten früherer ESC-Stars wie Lordi, Max Mutzke, Alexander Rybak und Verka Serduchka begleitet. Auch deutsche Beiträge wie „Dschingis Khan“ von Ralph Siegel aus dem Jahr 1979 wurden gewürdigt. Der Moderator Michael Ostrowski verabschiedete sich mit den Worten: „Alle Länder, die dieses Jahr nicht dabei waren: Wir freuen uns wieder auf euch.“
Der österreichische Beitrag von Cosmó mit dem Song „Tanzschein“ war der einzige durchweg auf Deutsch. Er sorgte mit seinem Robomove und Tänzern in Tiermasken für Unterhaltung. Rumänien sorgte für einen kleinen Eklat: Alexandra Căpitănescus BDSM-Song „Choke me“ wurde von Kritikern als gesundheitsgefährdend bezeichnet, doch die Sängerin erklärte den Titel metaphorisch.
Weitere Teilnehmer waren unter anderem Norwegen mit Jonas Lovv und „Ya Ya Ya“, Italien mit Sal Da Vinci und „Per sempre sì“ sowie Zypern mit Antigoni und „Jalla“. Schweden mit Felicia Eriksson und „My System“ wurde von den Buchmachern geringe Chancen eingeräumt. Spanien boykottierte den ESC in Wien, weil Israel teilnahm. Litauen trat mit einem spanischsprachigen Song von Lion Ceccah auf.



