Am 16. Mai startet der 70. Eurovision Song Contest in Wien. 26 Songs treten im Finale an. Das Erste überträgt live in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai. Vorab zeichnen sich einige Favoriten ab, über die besonders viel diskutiert wird und die bei den Wettanbietern hoch im Kurs stehen.
Delta Goodrem aus Australien tritt mit „Eclipse“ an. Der klassische Radio-Pop nutzt Harfe, Streicher und Klavier. Die Sängerin ist aus der Castingshow „The Voice“ bekannt. Australien ist seit seiner ersten Teilnahme beim letzten ESC in Wien eine feste Größe im Wettbewerb.
Dänemark setzt auf Søren Torpegaard Lund und seinen dramatischen Popsong „Før vi går hjem“. Die Nummer handelt von einer heißen Partynacht, die nicht enden soll. Lund selbst beschreibt den Song als „sauer-süße Süßigkeit“. Ob der dänische Text auch das europäische Publikum mitreißt, bleibt abzuwarten.
Aus Finnland kommen Linda Lampenius und Pete Parkkonen mit „Liekinheitin“. Die Klassikmusikerin und der Popstar kombinieren Violine mit einem brennenden Beichtstuhl auf der Bühne. Der Titel bedeutet „Flammenwerfer“ und handelt von unerfüllter Liebe.
Frankreich schickt die 17-jährige Sopranistin Monroe Rigby ins Rennen. Ihre Pop-Arie „Regarde !“ verbindet hohe Töne mit Pathos. Wie der letztjährige Sieger JJ kommt sie aus der Opernwelt, interessiert sich aber auch für Pop. Griechenland wird von Akylas vertreten, der mit „Ferto“ einen schnellen Song mit Dancebeat und arabischen Elementen präsentiert. Der Text thematisiert Überkonsum und enthält eine Passage an seine Mutter.
Israel schickt Noam Bettan mit „Michelle“. Der Song ist dreisprachig – Hebräisch, Englisch und Französisch – und handelt von Herzschmerz. Italien setzt auf Sal Da Vinci und seine nostalgische Pop-Ballade „Per sempre sì“. Der Song hat neapolitanisches Flair und 70er-Disco-Einflüsse. Rumänien sorgt mit Alexandra Căpitănescus Rocknummer „Choke Me“ für Aufsehen. Der Titel sorgte für Diskussionen, da Aktivisten eine Romantisierung sexueller Strangulation befürchteten. Die Sängerin betont, es gehe um eine erdrückende Beziehung.



