ESC-Finale 2026: Würge-Song und Retro-Ballade qualifizieren sich
ESC-Finale 2026: Würge-Song und Retro-Ballade qualifizieren sich

Mit einem umstrittenen Würge-Lied und einer Neunzigerjahre-Ballade sind die Beiträge für das Finale des Eurovision Song Contest in Wien am Samstag komplett. Die Rumänin Alexandra Capitanescu qualifizierte sich im zweiten Halbfinale am Donnerstagabend mit „Choke Me“ („Würge mich“) ebenso wie die Australierin Delta Goodrem mit ihrer Powerballade „Eclipse“. Beide zählen zum Kreis der Favoriten in der 70. Ausgabe des ESC.

Capitanescus Song hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Die Sängerin hat den Vorwurf zurückgewiesen, dass ihr Lied die Gefahren einer Sexualpraktik verharmlose. Auch der Däne Søren Torpegaard Lund erhielt mit seiner eingängigen Nummer „Før Vi Går Hjem“ ausreichend Jury- und Publikumsstimmen für das Finale.

Weitere qualifizierte Künstler kommen aus Bulgarien, der Ukraine, Norwegen, Malta, Zypern, Albanien und Tschechien. Die diesjährigen Topfavoriten aus Finnland und Griechenland hatten die Hürde bereits im ersten Halbfinale am Dienstag genommen und sind unter den 25 Kandidaten der Abschluss-Show.

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Ohne Qualifikationsdruck stellte die Sängerin Monroe für Frankreich ihre Nummer „Regarde!“ vor und begeisterte das Publikum in der Wiener Stadthalle mit ihrer Opernstimme. Frankreich ist als wichtiges Mitglied der Europäischen Rundfunkunion im Finale am Samstag gesetzt – ebenso wie Deutschland mit Sarah Engels, die am Samstag mit „Fire“ an den Start geht.

Im vergangenen Jahr hatte der österreichische Countertenor JJ den ESC in Basel gewonnen. In einer weißen Robe präsentierte er am Ende des Halbfinales seinen hochdramatischen neuen Song „Unknown“. Österreichs diesjähriger Kandidat Cosmó sorgte zuvor für merklich weniger Enthusiasmus im Saal – aber auch er ist als Vertreter des Gastgeberlandes automatisch im Finale dabei.

In Wien wird die 70. Ausgabe des ESC gefeiert. Fünf Länder boykottieren diesmal den Song Contest aus Protest gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen und gegen die Teilnahme Israels im Wettbewerb. Am Freitag und Samstag werden in Wien propalästinensische Kundgebungen erwartet.

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