BA-Mitarbeiter: Nur jeder zweite vermittelt Jobs bei 8 Mrd. Kosten
BA: Nur jeder zweite Mitarbeiter vermittelt Jobs

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) gibt Milliarden aus – aber wofür eigentlich? Exklusive Daten zeigen: Der Apparat ist groß geblieben, obwohl sich die Arbeitslosigkeit längst verändert hat. Gleichzeitig übernimmt die Behörde immer mehr Aufgaben. Besonders auffällig: Mehr als jeder zweite Mitarbeiter arbeitet laut BA nicht direkt an der Vermittlung von Arbeitslosen. Gleichzeitig steigen die Personalkosten auf über 8 Milliarden Euro.

Wachsende Aufgaben, sinkende Vermittlungsquote

Die Bundesagentur für Arbeit hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Ursprünglich als Vermittlungsinstanz für Arbeitslose gegründet, übernimmt sie heute zahlreiche zusätzliche Aufgaben. Dazu gehören die Verwaltung von Kurzarbeitergeld, die Betreuung von Geflüchteten und die Umsetzung von Arbeitsmarktpolitik. Diese Aufgabenvielfalt führt dazu, dass immer weniger Mitarbeiter direkt in der Arbeitsvermittlung tätig sind.

Personalkosten steigen auf Rekordniveau

Die Personalkosten der BA sind auf über 8 Milliarden Euro gestiegen. Das ist ein Anstieg von mehr als 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf einem historischen Tiefstand. Kritiker fragen sich, ob die Mittel nicht effizienter eingesetzt werden könnten. Die BA selbst betont, dass die zusätzlichen Aufgaben notwendig seien, um den Arbeitsmarkt stabil zu halten.

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Jeder zweite Mitarbeiter vermittelt nicht

Exklusive Daten zeigen, dass mehr als die Hälfte der BA-Mitarbeiter nicht in der direkten Vermittlung von Arbeitslosen tätig ist. Stattdessen arbeiten sie in Bereichen wie Verwaltung, IT, Beratung oder der Bearbeitung von Anträgen. Dies wirft die Frage auf, ob die Behörde zu aufgebläht ist oder ob die neuen Aufgaben eine solche Personalverteilung rechtfertigen.

Veränderte Arbeitslosigkeit erfordert neue Ansätze

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Während die Zahl der Arbeitslosen insgesamt gesunken ist, gibt es immer mehr Langzeitarbeitslose und Menschen mit komplexen Vermittlungshemmnissen. Die BA argumentiert, dass diese Gruppen eine intensivere Betreuung benötigen, was mehr Personal in der Beratung erfordert. Dennoch bleibt die Frage, ob die Effizienz der Vermittlung gesteigert werden kann.

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