Das Transfergerangel um Andi Hoti (23) zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Magdeburg war bereits turbulent. Am Ende entschied sich der Innenverteidiger für Eintracht Braunschweig. Nun kommt es im Abstiegsendspiel zum Wiedersehen mit der SGD – und eine geheime Klausel könnte den Wechsel-Poker neu entfachen.
Geheime Ausstiegsklausel bei Abstieg
Wie BILD erfuhr, hat Hoti für den Fall des Abstiegs von Braunschweig eine Ausstiegsklausel in seinem bis 2028 laufenden Vertrag. Die festgeschriebene Ablösesumme soll für Branchenverhältnisse niedrig sein. Sollte Braunschweig am Samstag (13 Uhr) gegen Dynamo verlieren und damit den Abstieg besiegeln, könnte Dresden Hoti zu einem Schnäppchenpreis zurückholen.
Hoti wurde in Braunschweig schnell zur Stammkraft. Mit ihm in der Startelf kassierte die Eintracht 1,29 Gegentreffer pro Spiel, ohne ihn 1,72. Der gebürtige Schweizer stabilisierte die Defensive, ähnlich wie im Vorjahr bei Dynamo Dresden im Aufstiegskampf.
Trainer Stamm über Hoti
SGD-Trainer Thomas Stamm (43) sagt vor dem Spiel: „Man kennt sich, er ist aktuell nicht bei uns. Trotzdem wird Andi immer alles geben für den jeweiligen Verein. Mit Braunschweigs Lino Tempelmann habe ich in Freiburg sogar noch länger zusammengearbeitet. An ihrer Entwicklung sieht man, das sind Jungs mit tollem Charakter. Wir geben unseren Spielern Hinweise an die Hand, damit es ihnen in den entscheidenden Situationen hilft.“
Wie schwer es gegen Hoti wird, erlebten die Schwarz-Gelben bereits in dieser Saison. Bei der 1:2-Heimpleite gegen den 1. FC Magdeburg am zweiten Spieltag war Hoti trotz enormen Drucks nervenstark. Er kann Dynamo also auch wehtun.
Ex-Dresdner als Partner
Mit Kevin Ehlers (25) hat Hoti einen weiteren Ex-Dresdner als Partner in der Innenverteidigung von Braunschweig. Der Fußball ist unberechenbar und schafft abenteuerliche Konstellationen. Am Samstag gegen 15 Uhr dürfte die nächste Geschichte geschrieben sein.



