Arbeitgeber-Chef Kampeter übt deutliche Kritik am Entlastungsplan der Bundesregierung
In einem exklusiven Interview mit der BILD-Zeitung hat sich Steffen Kampeter, der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), ausführlich zur aktuellen Entlastungsoffensive der Bundesregierung geäußert. Das Gespräch führte er gemeinsam mit BILD-Politikchef Jan Schäfer und der BILD-Reporterin Lisa Windolph.
Skeptische Haltung gegenüber den geplanten Maßnahmen
Kampeter zeigte sich in dem Talk äußerst skeptisch gegenüber den vorgeschlagenen Entlastungsmaßnahmen der Regierung. Er betonte, dass viele der Pläne aus Sicht der Arbeitgeber nicht weitreichend genug seien und die tatsächlichen Belastungen für Unternehmen und Bürger nur unzureichend adressieren würden. Die Bundesregierung müsse dringend nachbessern, um wirksame und nachhaltige Lösungen zu finden.
Der BDA-Chef verwies dabei auf die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen, die durch steigende Energiekosten, bürokratische Hürden und globale Unsicherheiten geprägt sind. Eine echte Entlastung erfordere mehr als nur kurzfristige Hilfen, so Kampeter. Stattdessen brauche es strukturelle Reformen, die die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft langfristig stärken.
Forderungen an die Politik
In dem Interview legte Kampeter konkrete Forderungen an die Politik dar:
- Eine deutliche Reduzierung der Steuerlast für mittelständische Unternehmen
- Vereinfachungen im Bereich der Bürokratie und Regulierung
- Mehr Investitionen in digitale Infrastruktur und Bildung
- Eine konsequente Umsetzung von Maßnahmen zur Fachkräftesicherung
Er warnte davor, dass ohne solche Schritte die Entlastungsoffensive der Regierung ins Leere laufen könnte. Die Arbeitgeberverbände stünden bereit, konstruktiv an Lösungen mitzuwirken, erwarteten aber auch mehr Gehör für ihre Anliegen in Berlin.
Das Interview fand am 15. April 2026 statt und unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Wirtschaft und Politik in der aktuellen Debatte um Entlastungen. Kampeters Äußerungen werden voraussichtlich weitere Diskussionen über die Ausrichtung der Wirtschaftspolitik auslösen.



