Verteidigungsminister Boris Pistorius hat auf der Nationalen Maritimen Konferenz in Emden zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen Staat und Industrie aufgerufen. Maritime Sicherheit sei eine gemeinsame Aufgabe, die nur gesamtstaatlich und gemeinsam mit der Industrie gelöst werden könne, sagte der SPD-Politiker in einer Videobotschaft am zweiten Tag der Konferenz.
Pistorius fordert klare Regeln und abgestimmte Zuständigkeiten
„Wir brauchen klare Regeln, wir brauchen abgestimmte Zuständigkeiten und vor allem müssen alle Akteure zusammenarbeiten“, betonte Pistorius. Der Minister appellierte an die maritime Wirtschaft, Produktionskapazitäten zu erhöhen und Lieferketten stabil und resilient zu gestalten. Maritime Sicherheit, wirtschaftliche Stärke und technologische Innovation seien untrennbar miteinander verbunden.
Marine wird Nato-Verpflichtungen erfüllen
Pistorius lobte die Innovationskraft der maritimen Industrie in Deutschland. „Die Marine wird sich aktiv in dieses Innovationsökosystem aus Wirtschaft und Wissenschaft einbringen“, kündigte er an. So sei etwa ein Innovationszentrum für maritime Technologie in Norddeutschland geplant. Deutschland werde seine Marine stärken und in moderne Ausrüstung investieren, so der Minister. „Mit neuen Fregatten, Korvetten, U-Booten, Luftfahrzeugen sowie modernen Aufklärungs- und Führungsfähigkeiten sorgen wir dafür, dass Deutschland seine Verpflichtungen innerhalb der Nato und zum Schutz Deutschlands erfüllen wird.“
Bei der zweitägigen 14. Nationalen Maritimen Konferenz berät die Bundesregierung mit Vertretern von Wirtschaftsverbänden, Unternehmen, Gewerkschaften und Behörden über die strategische Ausrichtung ihrer maritimen Politik.



