Arbeitslosigkeit in der Uckermark: Prenzlau trauriger Spitzenreiter mit 12,3 Prozent
Prenzlau: Spitzenreiter mit 12,3% Arbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeit in der Uckermark: Prenzlau trauriger Spitzenreiter mit 12,3 Prozent

Die wirtschaftliche Situation in der Uckermark zeigt weiterhin deutliche regionale Unterschiede. Während die Arbeitslosenquote im benachbarten Barnim bei lediglich 5,9 Prozent liegt, erreichte sie in der Uckermark im Vormonat die Marke von 11,3 Prozent. Damit ist die Quote in der strukturschwachen Region fast doppelt so hoch wie im Speckgürtel von Berlin.

Prenzlau führt die Negativstatistik an

Besonders dramatisch stellt sich die Lage in der Kreisstadt Prenzlau dar. Mit einer Arbeitslosenquote von 12,3 Prozent belegt die Stadt den traurigen Spitzenplatz in der Region. Wer in Prenzlau eine Beschäftigung sucht, muss häufig auf Pendelmöglichkeiten in umliegende Gebiete zurückgreifen. Auch die Oderstadt Schwedt bereitet mit einer Quote von 11,7 Prozent große Sorgen.

Templin als Hoffnungsträger

Ein Lichtblick in der ansonsten düsteren Statistik ist die Kurstadt Templin. Mit einer Arbeitslosenquote von 9,1 Prozent und dem kräftigsten Rückgang im Vergleich zum Vormonat zeigt die Stadt positive Entwicklungen. Constanze Hildebrandt, Leiterin der Agentur für Arbeit Eberswalde, betonte: „Wir rechnen mit einer weiteren Belebung des Arbeitsmarktes im Frühjahr. Wir hoffen sehr, dass auch Berufseinsteiger davon profitieren können.“

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Jugendarbeitslosigkeit bleibt alarmierend hoch

Ein besonders besorgniserregender Aspekt ist die anhaltend hohe Jugendarbeitslosigkeit. Aktuell sind 1.315 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, davon 656 in der Uckermark und 659 im Barnim. „Hier bedarf es großer Anstrengungen aller Partner am Arbeitsmarkt, den jungen Menschen nach ihrer Ausbildung die Aufnahme einer Beschäftigung zu ermöglichen“, so Hildebrandt. Die Agentur für Arbeit appelliert an Arbeitgeber, noch freie Lehrstellen für den Ausbildungsstart im September 2026 zu melden.

Positive Entwicklungen bei Stellenangeboten

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen zeigen sich auch ermutigende Tendenzen. Seit Jahresbeginn wurden mehr freie Stellen gemeldet als im Vorjahreszeitraum: 820 im Landkreis Barnim und 598 im Landkreis Uckermark. Der aktuelle Bestand an gemeldeten freien Stellen beläuft sich auf insgesamt 1.947. Die meisten Beschäftigungsmöglichkeiten bieten:

  • Bau- und Ausbauberufe (339 freie Stellen)
  • Gesundheitsberufe (245 freie Stellen)
  • Fertigungstechnische Berufe (238 freie Stellen)
  • Handelsberufe (205 freie Stellen)

Unternehmen können sich noch für die Last-Minute-Lehrstellenbörse am 16. Juni im Familiengarten Eberswalde anmelden. Diese Messe richtet sich speziell an Jugendliche und junge Erwachsene, die für den Lehrjahresstart 2026 einen Ausbildungsplatz suchen.

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