China verhängt endgültige Zölle auf EU-Milchprodukte – Deutsche Hersteller betroffen
China verhängt endgültige Zölle auf EU-Milchprodukte

China verhängt endgültige Zölle auf EU-Milchprodukte

Im anhaltenden Handelskonflikt mit der Europäischen Union hat China endgültige Zölle auf eine Reihe importierter Milchprodukte aus der EU verhängt. Laut Angaben des chinesischen Handelsministeriums in Peking sind auch deutsche Hersteller von den neuen Aufschlägen betroffen, die ab diesem Freitag in Kraft treten. Die endgültigen Zölle belaufen sich auf bis zu 11,7 Prozent und liegen damit deutlich niedriger als die im Dezember verhängten vorläufigen Zollsätze, die zwischen 21,9 und 42,7 Prozent schwankten.

Details zu den Zöllen und betroffenen Produkten

Die neuen Zölle gelten für die kommenden fünf Jahre und betreffen bestimmte Sorten von frischem sowie verarbeitetem Käse, Milch und Sahne über einem bestimmten Fettgehalt, die primär für den Verzehr bestimmt sind. Aus einer offiziellen Liste der Behörde geht hervor, dass neben deutschen Produzenten auch Firmen aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Spanien und Italien betroffen sind. Die genauen Zollsätze variieren je nach Unternehmen zwischen 7,4 und 11,7 Prozent. Direkte Auswirkungen für Verbraucher in Europa werden jedoch nicht erwartet, da die Zölle hauptsächlich die Hersteller treffen.

Hintergrund der Untersuchungen

Seit August 2024 hatte das chinesische Handelsministerium die Milchprodukte aus der EU wegen mutmaßlich unfairer Subventionen untersucht. Ähnlich wie in früheren Fällen, etwa bei importierten Schweinefleischprodukten oder Weinbrand aus der EU, bestätigte Peking am Ende den Anfangsverdacht. Ein Sprecher des Ministeriums betonte, dass die Untersuchung nach den Prinzipien der Fairness, Unparteilichkeit und Offenheit durchgeführt wurde. Das Ministerium erklärte, die importierten Milcherzeugnisse aus der EU seien subventioniert und würden dadurch chinesische Milchprodukte-Hersteller schädigen.

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Politische und wirtschaftliche Kontexte

Die Zölle auf EU-Milchprodukte werden als Gegenmaßnahme zu den von Brüssel im November 2024 eingeführten Zöllen auf in China hergestellte Elektroautos angesehen. Diese Eskalation im Handelsstreit verschärft das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Peking und der EU. Bereits im Dezember hatte sich die EU-Kommission besorgt über die Verhängung vorläufiger Aufschläge auf Milcherzeugnisse geäußert. Die nun endgültigen Zölle unterstreichen die anhaltenden Spannungen im Welthandel und könnten weitere Reaktionen aus Brüssel provozieren.

Insgesamt markiert dieser Schritt eine weitere Verschärfung der Handelsbeziehungen zwischen China und der EU, mit potenziellen langfristigen Auswirkungen auf die betroffenen Industrien und die globale Wirtschaftsdynamik.

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