Deutsche Exporte zeigen im Februar Erholung - BGA erwartet moderates Wachstum
Deutsche Exporte erholen sich im Februar

Deutsche Exporte zeigen im Februar deutliche Erholung

Die deutschen Exporteure haben nach einem verhaltenen Jahresstart im Februar 2026 wieder an Schwung gewonnen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden Waren "Made in Germany" im Wert von 135,2 Milliarden Euro ins Ausland verkauft. Dies entspricht einem bemerkenswerten Anstieg von 3,6 Prozent gegenüber dem Vormonat Januar.

Positive Entwicklung im Jahresvergleich

Nicht nur gegenüber dem Vormonat, sondern auch im Vergleich zum Februar des Vorjahres 2025 zeigen die Zahlen eine positive Tendenz. Die Ausfuhren lagen um 2,9 Prozent höher, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Diese Entwicklung gibt Anlass zur vorsichtigen Hoffnung für die Exportnation Deutschland, die besonders anfällig für Schwankungen auf den globalen Märkten ist.

BGA erwartet moderates Wachstum für 2026

Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) rechnet für das laufende Jahr 2026 mit einem leichten Plus von 0,6 Prozent bei den deutschen Exporten. Diese Prognose erfolgt trotz der anhaltenden Herausforderungen, mit denen die Exportwirtschaft konfrontiert ist. Im Gesamtjahr 2025 waren die deutschen Ausfuhren dank eines starken Dezembergeschäfts erstmals seit zwei Jahren wieder leicht gewachsen - eine bemerkenswerte Entwicklung angesichts des damaligen Zollstreits mit der US-Regierung unter Präsident Donald Trump.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Auswirkungen des Iran-Krieges noch spürbar

Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat zwar zu einer gewissen Beruhigung der Lage beigetragen, doch die wirtschaftlichen Folgen des am 28. Februar begonnenen Konflikts werden nach Einschätzung des BGA noch längere Zeit spürbar bleiben. Der europäische Groß- und Außenhandel muss sich weiterhin auf Nachwirkungen dieses Konflikts einstellen, die sich in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft bemerkbar machen könnten.

Regionale Handelsströme entwickeln sich unterschiedlich

Während im Vorjahr die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten ebenso wie nach China eingebrochen waren, verzeichnete das Europa-Geschäft ein kräftiges Wachstum. Diese regionale Verschiebung der Handelsströme unterstreicht die Anpassungsfähigkeit der deutschen Exportwirtschaft an sich verändernde globale Rahmenbedingungen.

Weitere Herausforderungen für Exporteure

Neben den geopolitischen Spannungen sehen sich Deutschlands Exporteure im laufenden Jahr mit weiteren Belastungen konfrontiert. Erhöhte Preise durch Rohstoffknappheit und gestörte Lieferketten stellen zusätzliche Herausforderungen dar, die die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte auf dem Weltmarkt beeinträchtigen könnten. Diese Faktoren erfordern von den Unternehmen erhöhte Flexibilität und strategische Anpassungen ihrer Geschäftsmodelle.

Die jüngsten Zahlen machen den Exporteuren zwar Hoffnung auf eine nachhaltige Erholung, doch die volle Verdauung der verschiedenen Krisenfolgen wird noch Zeit in Anspruch nehmen. Die deutsche Außenhandelswirtschaft steht vor der Aufgabe, sich in einem zunehmend volatilen globalen Umfeld zu behaupten und ihre starke Position als Exportnation zu festigen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration