US-Ölblockade löst Kerosin-Krise auf Kuba aus: Air Canada stoppt Flüge
Kerosin-Krise auf Kuba: Air Canada stoppt Flüge

US-Ölblockade führt zu Kerosin-Krise auf Kuba

Die verschärfte Ölblockade der USA gegen das sozialistische Kuba hat nun direkte Auswirkungen auf den internationalen Flugverkehr. Aufgrund akuter Treibstoffknappheit stellt die kanadische Fluggesellschaft Air Canada vorübergehend alle Flüge zur Karibikinsel ein. Diese Entscheidung erfolgte nach offiziellen Warnungen der kubanischen Regierung, dass die Betankung von Flugzeugen ab Dienstag nicht mehr gewährleistet werden könne.

Air Canada evakuiert Passagiere mit Leerflügen

Air Canada kündigte an, in den kommenden Tagen ausschließlich leere Maschinen nach Kuba zu schicken, um etwa 3000 gestrandete Passagiere gemäß dem regulären Flugplan zurückzubringen. Die Fluglinie, deren Kundinnen und Kunden einen Großteil der kubanischen Touristen ausmachen, betonte in einer offiziellen Mitteilung: "Air Canada wird die Situation weiterhin beobachten, um zu einem späteren Zeitpunkt eine angemessene Wiederaufnahme des normalen Flugbetriebs nach Kuba zu beschließen." Betroffenen Reisenden werden Rückerstattungen und Ticketumtausche angeboten.

Weitere Airlines reagieren mit Notmaßnahmen

Nicht nur Air Canada ist von der Kerosin-Knappheit betroffen. Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA warnte bereits vor einem akuten Mangel an Flugtreibstoff am internationalen Flughafen Havanna. Andere Fluggesellschaften haben vorsorgliche Maßnahmen ergriffen:

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram
  • Die spanische Airline Air Europa plant Zwischenlandungen in der Dominikanischen Republik, um dort aufzutanken.
  • Iberia bietet ähnlich wie Air Canada flexible Umbuchungsoptionen für betroffene Fluggäste an.
  • Viele internationale Airlines prüfen derzeit alternative Routen und Betankungsstrategien.

Hintergrund: Kubas Ölversorgung bricht zusammen

Die aktuelle Krise resultiert aus einer monatelangen Eskalation der US-Sanktionspolitik. Seit Dezember erhält Kuba kein Öl mehr aus Venezuela, nachdem US-Präsident Donald Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker angeordnet hatte. Auch Mexiko, das zuletzt als wichtigster Öllieferant fungierte, stellte seine Lieferungen ein. Für die bereits angeschlagene kubanische Wirtschaft bedeutet dies einen weiteren schweren Schlag.

Kubas Notfallplan zur Energiekrise

Die kubanische Regierung hat unterdessen einen umfassenden Notfallplan zur Energieeinsparung vorgestellt. Kubas stellvertretender Ministerpräsident Óscar Pérez-Oliva verkündete folgende Maßnahmen:

  1. Die öffentliche Verwaltung wird nur noch von Montag bis Donnerstag arbeiten.
  2. Bus- und Bahnverbindungen sowie Fährfahrten werden drastisch eingeschränkt.
  3. Beamte können in andere Wirtschaftsbereiche versetzt werden, um Engpässe zu überbrücken.
  4. Die Universität von Havanna stellt den Präsenzunterricht für 30 Tage weitgehend ein.

Diese umfassenden Einschränkungen verdeutlichen die Schwere der Energiekrise, die durch das US-Ölembargo ausgelöst wurde. Die internationale Luftfahrtindustrie beobachtet die Entwicklung mit großer Sorge, da sich die Auswirkungen auf den gesamten karibischen Flugverkehr ausweiten könnten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration