Sachsen intensiviert Wirtschaftskooperation mit Taiwan in Schlüsselbranchen
Sachsen setzt auf eine strategische Vertiefung seiner Wirtschaftsbeziehungen zu Taiwan. Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) hat eine bedeutende Kooperation mit der Auslandshandelskammer (AHK) Taiwan vereinbart, um Unternehmen beider Regionen besser zu vernetzen und Investitionen in zukunftsträchtigen Industrien anzustoßen.
Schlüsselpartner in Zukunftsindustrien
Taiwan hat für Sachsen in den vergangenen Jahren spürbar an wirtschaftlicher Bedeutung gewonnen. Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Pante betonte: „Taiwan ist für Sachsen wirtschaftlich ein Schlüsselpartner und in zentralen Zukunftsindustrien – insbesondere Halbleiter, Elektronik und Präzisionsfertigung – weltweit führend.“ Diese Stärken Taiwans knüpfen unmittelbar an die sächsischen Kompetenzen in der Mikroelektronik, der Automobilindustrie und dem Maschinenbau an.
Unterstützung für Unternehmen und Investoren
Die engere Kooperation mit der AHK Taiwan soll dazu beitragen, die Präsenz Sachsens auf der Insel weiter auszubauen. WFS-Geschäftsführer Thomas Horn erklärte: „Wir freuen uns, dass wir mit der AHK Taiwan einen erfahrenen und etablierten Partner für die weitere Bearbeitung des taiwanischen Marktes und den Ausbau der Zusammenarbeit mit Taiwan gewonnen haben.“ Von dieser Partnerschaft erhofft man sich eine effektivere Unterstützung sächsischer Unternehmen vor Ort sowie eine gezieltere Akquise von potenziellen Investoren.
Zu den konkreten Aufgaben der Partner vor Ort gehören:
- Informationen über Exportchancen und Kooperationsmöglichkeiten
- Kontakte zwischen Unternehmen aus Taiwan und Sachsen
- Organisation von Delegationen und Fachveranstaltungen
Außenhandel wächst deutlich
Die Bedeutung Taiwans für den sächsischen Außenhandel ist zuletzt erheblich gestiegen. Im dritten Quartal 2025 lag das Exportvolumen bei 1,37 Milliarden Euro – ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die wichtigsten Ausfuhrgüter sind:
- Elektrotechnische Produkte
- Erzeugnisse des Kraftfahrzeugbaus
- Chemische Vorerzeugnisse
Auch die Importe aus Taiwan legten deutlich zu und stiegen um 35 Prozent. Die wichtigsten Importgüter sind ebenfalls elektrotechnische Erzeugnisse, gefolgt von Fahrrädern und Maschinenbauprodukten. Diese Zahlen unterstreichen die wachsende wirtschaftliche Verflechtung zwischen Sachsen und Taiwan, die durch die neue Kooperation weiter gestärkt werden soll.



