Trump lockert Sanktionen gegen russisches Öl: Ausnahmeregel für Putin-Tanker auf See
Trump lockert Sanktionen gegen russisches Öl auf See

Trump-Regierung lockert Sanktionen gegen russisches Öl auf See

Inmitten einer angespannten Lage auf dem globalen Ölmarkt hat die US-Regierung unter Präsident Donald Trump eine bedeutende Entscheidung getroffen. Das US-Finanzministerium hat eine Ausnahmeregelung erlassen, die den Verkauf und die Lieferung von russischem Rohöl und Erdölprodukten erlaubt, die sich bereits auf Tankern auf See befinden. Diese Lizenz ist auf einen Monat befristet und soll dazu beitragen, die aktuellen Marktstörungen zu mildern.

Hintergrund: Iran-Krieg und steigende Rohölpreise

Die Lockerung der Sanktionen erfolgt vor dem Hintergrund des seit knapp zwei Wochen andauernden Iran-Kriegs. Teheran hat die strategisch wichtige Straße von Hormus praktisch gesperrt, was zu einem starken Anstieg der Rohölpreise geführt hat. Durch diese Meerenge werden normalerweise etwa 20 Prozent des weltweit geförderten Erdöls verschifft, was nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur rund 20 Millionen Barrel pro Tag entspricht.

Experten zufolge waren in der vergangenen Woche etwa 125 Millionen Barrel russisches Öl auf Tankern verladen. US-Finanzminister Scott Bessent betonte, dass diese Maßnahme der russischen Regierung unter Wladimir Putin „keine wesentlichen finanziellen Vorteile bringen“ werde. Die USA hatten die Sanktionen ursprünglich als Reaktion auf den russischen Invasionskrieg gegen die Ukraine verhängt.

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Trumps Signal und weitere Schritte

US-Präsident Donald Trump hatte bereits zu Beginn der Woche angekündigt, dass weitere Lockerungen möglich seien. Ziel sei es, den Ausfall von Öl auf dem Markt auszugleichen. Trump erklärte am Montag: „Wir haben Sanktionen gegen einige Länder verhängt. Wir werden diese Sanktionen aufheben, bis die Straße von Hormus wieder offen ist.“

Die nun verkündete Ausnahmegenehmigung folgt auf eine vorübergehende Genehmigung der Trump-Regierung, die Indien den Kauf von russischem Öl erlaubte. Bessent kommentierte auf dem Kurznachrichtendienst X, der rasante Anstieg der Rohölpreise stelle nur „eine kurzfristige und vorübergehende Störung“ dar, die langfristig einen enormen Nutzen für die USA und deren Wirtschaft bringen werde.

Reaktionen aus Moskau und internationale Spannungen

Ein Chefunterhändler von Kreml-Chef Wladimir Putin reagierte bereits über den Messenger-Dienst Telegram auf die Entwicklung. Er äußerte, dass angesichts der wachsenden Energiekrise eine weitere Lockerung der Restriktionen unvermeidlich erscheine, trotz des Widerstands einiger „Brüsseler Bürokraten“. Nach Angaben aus Moskau betrifft die US-Ausnahmegenehmigung etwa 100 Millionen Barrel russisches Öl.

Diese Entscheidung unterstreicht die komplexen geopolitischen Dynamiken, die den globalen Energiemarkt prägen. Während die USA versuchen, die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs zu mildern, bleiben die Spannungen mit Russland und innerhalb der internationalen Gemeinschaft bestehen. Die befristete Lockerung könnte als strategischer Schritt gesehen werden, um kurzfristige Stabilität zu gewährleisten, ohne die langfristigen Sanktionsziele vollständig aufzugeben.

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